Kronberg (ivy) – Bereits seit 61 Jahren spielen „die hannemanns“ gemeinsam Theater und stehen für immer wieder neue Stücke auf den Bühnen Kronbergs. Zuletzt begeisterten sie im Frühling dieses Jahres ihre Zuschauer mit einer Lesung zu Wilhelm Buschs Werken. Das aktuelle Stück mit dem Titel „Nur eine Vorstellung“, eine Komödie von Rolf Sperling, wird insgesamt fünfmal von der engagierten Theatergruppe aufgeführt. Die Regie führt Maria Seng.
Ganz viele „alte Hasen“, aber auch Neulinge, seien dabei, erzählt Alia Kidess, die die Rolle der Luise im Stück übernimmt. Daniela Freudenberg ist in der Hauptrolle als Jacqueline, Jürgen Quaas als Mike, Andrea Becker als Babette, Ulf Brossmann als der bemühte Handwerker Edward, Katrin Lena Greiner als Erika, Rolf Becker als Christopher, Robin Sommer als Ingmar und Alfred Markowetz als Andreas zu sehen. Die Neuzugänge seien im Rahmen eines Theaterworkshops bei den hannemanns anlässlich des 60-jährigen Jubiläums entdeckt worden. Dort wurden unter der Leitung einer externen Theaterpädagogin verschiedene Szenen gespielt, es gab Improvisationen sowie eine kleine technische Einführung.
Das Schönste für das Ensemble sei die Entwicklung des Spielens und der Prozess vom Anfang bis zum Ende betrachtet: vom ersten Mal Skript durchlesen über die vielen Proben bis zur endgültigen Premiere auf der Bühne. Jede Figur bekomme durch die unterschiedlichen Darsteller individuelles Leben eingehaucht, was die Zuschauer während der Vorstellung sicherlich erkennen können. Dabei kommt es auch vor, dass die Darsteller andere Charaktere spielen müssen, als die, die sie vielleicht aus früheren Produktionen bereits gewohnt sind oder die als normalerweise üblich gelten. Und natürlich unterscheiden sich die Figuren aus den Stücken nicht selten vom persönlichen Charakter der Mitwirkenden. Insgesamt stehe für die Theatergruppe der Spaß an der Sache im Vordergrund.
Bereits im April dieses Jahres haben die Vorbereitungen zu „Nur eine Vorstellung“ begonnen. Da die hannemanns eine Hobby-Theatergruppe sind, können sich die Vorbereitungen mitunter als sehr zeitaufwendig entpuppen. Privates und Berufliches liefen ja weiterhin nebenher. Daniela Freudenberg erzählt an dieser Stelle, dass es durchaus vorkommt, dass einer der Mitwirkenden mal einen schlechten Tag hat und diesen Gemütszustand dann mit zu den Proben bringt. In solchen Fällen seien Anpassung und Einfühlungsvermögen gefragt.
Die hannemanns wünschen sich für ihre Vorstellungen „ein volles Haus mit viel Applaus“ und wenig „Hänger“. An dieser Stelle betonen sie ebenfalls die Wichtigkeit der Souffleuse, Monika Miebach, die für den Ernstfall zur Stelle ist.
„Nur eine Vorstellung“ ist im neuen Jahr am Sonntag, 18. Januar, um 17.30 Uhr im Augustinum in Bad Soden zu sehen. Weitere Termine sind am Sonntag, 22. Februar, um 17 Uhr in der Liederbachhalle in Liederbach und am Samstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Eppstein.
Bereits jetzt ist die Gruppe auf der Suche nach einem neuen Stück für das nächste Jahr und freut sich generell auch immer über Interessierte, die zum Schnuppern vorbeikommen möchten. „Bei uns, den hannemanns, sind alle Aufgaben spannend, abwechslungsreich und vielseitig.“ Der Verein biete vielfältige Möglichkeiten, diese in zielführender Teamarbeit umzusetzen, so dass jede und jeder Einzelne spüre, dass er mit seinen Fähigkeiten einen Beitrag zu den Gemeinschaftserfolgen leistet. Kontakt aufnehmen können Interessierte unter Telefon 0176-31104697 oder per E-Mail an kontakt[at]hannemanns[dot]de.
Die Mitwirkenden der Theatergruppe stehen gemeinsam bei der Premiere ihres Stücks „Nur eine Vorstellung“ auf der Bühne in der Stadt-halle.

