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(S)TÜRMisches

Die Harpyle, Roman von Megan Hunter, C.H. Beck 2021, 22 Euro

Die Geschichte beginnt verstörend wie ein Albtraum: Eine Frau über ihren Mann gebeugt mit gezücktem Rasiermesser. Gleich wird sie einen Schnitt ausführen, aus dem ein Tropfen rotes Blut auf die weiße Haut quillt. Wie konnte es dazu kommen? Lucy und Jake Stevenson leben mit ihren beiden Söhnen in einem Haus am Rand einer englischen Universitätsstadt. Während Jake an der Uni Karriere macht, hat Lucy die ihre für die Erziehung ihrer Söhne und die Führung des Haushalts geopfert. Von Anfang an liegt eine Bedrohung über dem scheinbaren Idyll. Es ist Winter, die Sonne verglüht gerade und schwarze Vögel fliegen vor den Kindern auf. Zu Hause dann der Anruf: „Ihr Ehemann … schläft mit meiner Frau. … Ich meine, dass Sie das wissen sollten.“ Zur Rede gestellt, macht Jake seiner Frau einen überraschenden Vorschlag: Lucy darf sich drei Mal an ihm rächen. Wie und wann ist ihre Entscheidung. Doch was wie ein großzügiges Angebot klingt, wird zum Wahn, der die Protagonistin schließlich in ein Wesen verwandelt, das sie nie sein wollte, das jedoch gleichwohl immer in ihr geruht hatte. Der Roman der 1984 geborenen Megan Hunter, selbst Mutter von zwei Kindern, ist böse, spannend und sprachlich herausragend. Nichts für schwache Nerven, aber unbedingt lesenswert.

Erhältlich in allen Buchhandlungen.

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