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Redaktion des Kronberger Boten

miriam.jpgMiriam Westenberger – Redaktionsleitung

Miriam Westenberger führt seit über zehn Jahren das Redaktionsteam des Kronberger Boten. Ihr zur Seite stehen viele freiberufliche Mitarbeiter, die in Kronberg für unsere Leser unterwegs sind. 

Sie können Frau Westenberger wie folgt erreichen:

Telefon: 0 61 74 / 93 85 65

Telefax: 0 61 74 / 93 85 60

E-Mail: redaktion-kb[at]hochtaunus[dot]de

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ihre regionale Wochenzeitung für Kronberg, Oberhöchstadt und Schönberg und zwar seit 1996.

(S)TÜRMisches

Es ist tatsächlich passiert: Das Verwaltungsgericht Wiesbaden hat entschieden, dass in Frankfurt demnächst ältere und auch ziemlich neue Dieselfahrzeuge nicht mehr fahren dürfen.

Unmittelbar sind 200.000 Autofahrer betroffen, die ihre Mobilität im Alltag nun komplett neu erfinden müssen oder reich genug für ein neues Auto sind. Frankfurt lebt von den Pendlern: 350.000 täglich, 70 Prozent kommen mit dem Auto. Ob die wirklich alle so einfach Bus- und Bahnfahrer, Radfahrer und Fußgänger werden können? Online-Käufer sehen sich bestätigt, auch in Zukunft nicht nach Frankfurt zum Shoppen zu fahren. Selbstverständlich müssen Emissionswerte immer weiter optimiert werden, aber ist der Preis der eingeschränkten persönlichen Freiheit und Mobilität nicht zu hoch? Schließlich verursachen Dünger und Kühe in Deutschland laut Max-Planck-Institut bis zu 45 Prozent Stickoxide. Im Vergleich schneiden Autos mit 20 Prozent noch günstig ab. Godo Röben, Geschäftsführer der Rügenwalder Mühle, hat eine überraschend einfache Lösung parat. Er plädiert dafür, weniger Fleisch zu essen, um unseren Planeten zu retten. In den vergangenen Jahren hat der Fleischfabrikant tierisches Eiweiß durch pflanzliches ersetzt - eine Revolution für alle Teewurstesser! Warum redet also niemand über die fleischlose Alternative für bessere Luft? Um es gleich zu sagen: Ich liebe Burger und Steaks, gute Würste und Schweinsbraten. Ich liebe gutes Essen und gebe mir selbst am Herd auch viel Mühe damit. Ich habe aber kapiert, dass ich mein Essverhalten ändern sollte für meine Umwelt und gegen die Massentierhaltung (die Bilder haben wir alle im Kopf!). Mein persönlicher Genuss wird sicher nicht darunter leiden, wenn ich weniger und bewusster, aber besseres Fleisch (von glücklichen Kühen!) esse – und öfter mal Kartoffelsalat ohne Fleischkäs auf den Tisch kommt. Veggie-Produkte gibt es immer mehr in den Regalen und die schmecken tatsächlich besser als jede Currywurst. Ich möchte nicht zu den Deutschen gehören, die jährlich 60 Kilo Fleisch vertilgen (oder wegwerfen) – das sind täglich180 Gramm – ein dickes fettes Kotelett jeden Tag! Arthrosen und Arthritis, Herz-Kreislauferkrankungen, Gicht und Übergewicht inklusive. Die Weltgesundheitsorganisation warnt: Vor allem in Industrienationen konsumieren die Menschen zu viel Fleisch – und schaden sich dadurch selbst.

Wir essen zu viel, kein Mangel weit und breit, aber nicht genug Gemüse und Obst. Wir regen uns über vegane Kindergärten auf, aber nicht über Bratwurst auf jeder Kirmes, Burger und Döner to go. Ich fang mal bei mir selbst an - und freu mich auf leichtere Kost. Und lasse das Auto stehen so oft ich kann...

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