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Kronberger Bote - Zentrale

Die Annahme ...

ist Telefonzentrale und Herzstück unseres Verlages in einem. Hier laufen alle Fäden zusammen. Sie ist erste Anlaufstelle und Orientierung zugleich für die Kunden.

Wer eine Kleinanzeige schalten möchte, der wird hier entsprechend beraten und der Text von 

unseren Mitarbeiterinnen Stephanie Minola und Sandra Ganser entsprechend der Kundenwünsche erfasst, so dass er zum gewünschten Termin erscheinen kann.

Ebenso sind hier die Koordination der Austräger sowie die Abonnenten-Pflege und Verwaltung angesiedelt.

Sie können die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Zentrale wie folgt erreichen:

Telefon: 0 61 74 / 93 85 0
Telefax: 0 61 74 / 93 85 50

E-Mail: zentrale@hochtaunus.de

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ihre regionale Wochenzeitung für Kronberg, Oberhöchstadt und Schönberg und zwar seit 1996.

(S)TÜRMisches

Nun hat Söder also tatsächlich unter großem Brimborium die ersten der vom sturen Heimatminister so vehement erkämpften Ankerzentren an bayerischen Grenzübergängen eröffnet! Wenigstens wurde auf den bayerischen Defiliermarsch verzichtet, und wer da meint, der Anker stünde in der christlichen Symbolik für Hoffnung und würde den traumatisierten Flüchtlingen ein wenig davon geben, der hat was falsch verstanden. Die Bedeutung des Begriffs lautet hier nämlich Ankunft, Entscheidung, kommunale Verteilung und Rückführung! Fehlt nur noch das Eiltempo, in dem das geschehen soll. Andere Bundesländer würden sich anschließen, hieß es vollmundig, aber bisher spielt außer den Sachsen noch keines wirklich mit, und das passt ja auch politisch prima zusammen. Seehofer und Söders hektischer Aktionismus wirkt irgendwie getrieben und leicht irre, aber das ist wohl der bevorstehenden Landtagswahl zuzuschreiben und der dauerhaften, mörderischen Hitze, die so manches menschliche Gehirn anscheinend vertrocknen lässt. Es geht bei diesen Zentren nämlich um die immer seltener ankommenden Flüchtlinge, dabei hat der Innenminister die bereits Angekommenen schon vorher auf Teufel komm raus abschieben lassen. Ihm ist es völlig wurscht, ob die Betroffenen gerade eine Lehre machen, eine Ausbildung absolvieren, eine Anstellung in Aussicht oder die deutsche Sprache gelernt haben. Auch die Menschen, die für deren Integration Zeit, Geld und Überzeugung eingesetzt haben, gehen ihm an der Krachledernen vorbei. Abgeschoben wird, wer erwischt wird, und das sind vor allem die, die ihr Leben hierzulande schon im Griff haben und deshalb eigentlich nichts fürchten müssten. Die kriminellen Elemente unter ihnen sind sowieso auf alles gefasst, im Notfall auch auf rechtzeitiges Abtauchen. Der betagte Minister entwickelt bei alldem verblüffende Energien, die er besser endlich für diejenigen einsetzen sollte, die wir dringend benötigen und die sich Mühe geben, sich hier zu integrieren. Die aktuelle „MeTwo“ -Debatte, die ein Fußballer zufällig losgetreten hat, beweist nämlich, dass auf diesem Gebiet sehr viel zu tun wäre. Es kann einfach nicht sein, dass Deutsche mit ausländischen Wurzeln nur aufgrund ihres vielleicht etwas anderen Aussehens von Biodeutschen immer und überall als Ausländer behandelt und viel zu oft schlechter beurteilt werden. Das fängt schon in den Grundschulen an, geht weiter über das Gymnasium bis hin zu Bewerbungen aller Art und ist eine Schande für ein Land, das ihnen längst Heimat geworden ist. Wo bleibt das Einwanderungsgesetz, das wir schon seit Jahrzehnten haben sollten – so lange, wie Deutschland ein Einwanderungsland ist, ohne dass es zugegeben wird? Ganz bestimmt braucht man hierzulande alles, nur keinen Innenminister, der den Begriff „Heimat“ mit ‚Bayern’ verwechselt und verbissen den Weg für gute und notwendige Veränderungen versperrt. Die Betroffenen sollten ihn in der laufenden „MeTwo“- Debatte so lange gnadenlos mit ihren Erfahrungen zuschütten, bis sich endlich auf höchster Ebene etwas bewegt. Damit auch Deutschland für die Zukunft fit werden kann.

Das findet jedenfalls

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