Oberursel (gt). „Es war ein ruhigeres Jahr“, sagte Uli Both bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Mitte am Montagabend. Dennoch kam es im Jahr 2025 fast täglich zu einem Einsatz: Insgesamt 361.
Die Feuerwehr Mitte rückte 94 Mal zu technischen Hilfsleistungen aus. Es gab 157 Fehlalarme. Es hat tatsächlich 62 Mal gebrannt und sie hatten noch 47 weitere Einsätze im vergangenen Jahr zu verzeichnen.
Von den Fehlalarmen waren nur zwei böswillig. Über die Hälfte davon wurde von Brandmeldeanlagen ausgelöst, die Mehrheit davon aus der Karl-Hermann-Flach-Straße.
Bei den Bränden waren drei groß, sieben mittelgroß und der Rest entweder klein oder bereits gelöscht, als die Einsatzkräfte aus der Feuerwehr Mitte ankamen. Im Lauf des Jahres wurden 61 Personen gerettet.
Bei den technischen Hilfeleistungen waren mehr als die Hälfte Türöffnungen. Die „weitere Einsätze“ teilen sich in Brandschutzdienste aus, zum Beispiel in der Stadthalle oder beim Brunnenfest, sowie in „Brandschutzerziehung“ Termine, zum Beispiel in Schulen und Kitas.
Aktuell hat die Feuerwehr Mitte 86 ehrenamtliche Mitglieder in der Einsatzabteilung. Darüber hinaus gibt es 23 Mitglieder bei der Minifeuerwehr und 32 in der Alters- und Ehrenabteilung. Hinzu kommen 220 passive Mitglieder im Förderverein.
Außerdem gibt es eine kleine Anzahl an hauptamtlichen Mitarbeitern für die Gerätewartung und andere Aufgaben. Dieser sogenannte „Wachalarm“ übernimmt auch Einsätze in der Dienstzeit. Wehrführer Uli Both plädierte an die anwesenden Politiker für den Erhalt dieses Systems, um die ehrenamtlichen Einsatzkräfte tagsüber zu entlasten.
Neben den Einsätzen fanden viele Ausbildungsstunden im vergangenen Jahr statt. Für die neue Drehleiter gab es Trainingsfahrten und Theoriestunden, außerdem gab es ein gemeinsames Waldbrandseminar über drei Tage mit der Partnerfeuerwehr aus Forst (Lausitz), berichtete Fördervereinsvorsitzender Christian Mereien.
Natürlich war die Wehrführung in Absprachen für das neue Gefahrenabwehrzentrum eingebunden.
Nach den Berichten der einzelnen Abteilungen wurden drei Personen zu Feuerwehrmann-Anwärtern ernannt. Gianluca Lepanto und Sebastian von Au waren von der Jugendabteilung zur Einsatzabteilung gewechselt, Falko Bode ist als Seiteneinsteiger neu dabei.
Außerdem wurden folgende ehrenamtliche Mitglieder der Einsatzabteilung befördert:
Lea Jaroschek, Dennis Rauhöft, Florian Roes, Hannah Rückert, Sören Schüppenhauer und Felix Zundel haben den Grundlehrgang erfolgreich abgeschlossen und wurden nach 70 Stunden Ausbildung zu Feuerwehrmann/-frau ernannt. Dies ist die Voraussetzung, um bei einem Einsatz mit ausrücken zu können.
Tim Junk, Florian Linsel und Sarah Vogel erhielten nach 40 Stunden Truppenführer-Ausbildung die Beförderung zu Hauptfeuerwehrmann/-frau. Patrick Vogel wurde nach seinem abgeschlossenen Gruppenführerlehrgang zum Löschmeister befördert. Die Ausbildung, die 14 Tage dauert, ist der erste Schritt zu einer Leitungstätigkeit.
Schließlich wurden Ansgar Grass und Mirko Mettler nach abgeschlossenen Sonderlehrgänge zum Oberlöschmeister befördert.
Auch Uli Both hat sich in Sachen Führungsdienst weitergebildet, erklärte Stadtbrandinspektor Valentin Reuter. Ab sofort darf er als technischer Einsatzleiter Einsätze für die ganze Stadt leiten.
Einige Mitglieder erhielten Anerkennungsprämien vom Ersten Stadtrat Jens Uhlig: Florian Brandt und Olaf Haas für fünf Jahre Dienst, Nils Haselau für 15 Jahre Dienst, Jan Haselau für 35 Jahre Dienst, sowie Klaus-Peter Riegel für 45 Jahre Dienst.
Beim Verleihen der Abzeichen des deutschen Feuerwehrverbands werden auch die Zeiten bei der Jugendfeuerwehr angerechnet und somit erhielten Alexander Alt und Ben Ottenberg ihre Abzeichen für 10 Mitgliedschaft, Alexander Kunz erhielt das Abzeichen für 30 Jahre Mitgliedschaft.
Schließlich wurde Christian Mereien nach über 40 Jahren Dienst in der Alters- und Ehrenabteilung übernommen.
