Durch die Altstadt und auf den Spuren der Kelten – Stadtführungen

Oberursel (ow) – Am Samstag, 5. September, lernen Sie auf einem geführten Rundgang ab 14 Uhr die Altstadt kennen. Egal, ob Sie neu in Oberursel sind oder schon lange hier leben: Die spannende Führung mit viel Wissenswertem vom Mittelalter bis zur Neuzeit lohnt sich! Treffpunkt ist am Vortaunusmuseum, Marktplatz 1, in Oberursel. Die Kosten betragen fünf Euro, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zur Führung unter dem Motto „Das keltische Leben am Fuße des Feldbergs“ wird auf den Keltenrundwanderweg am Samstag, 12. September, ab 14 Uhr, eingeladen. Start ist am Haupteingang des Taunus-Informations-Zentrums an der Hohemark. Die Führung dauert bis circa 17 Uhr, für die Teilnahme wird gutes Schuhwerk empfohlen. Die Kosten betragen sieben Euro, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zur Führung „Krieg und Frieden in Europa – Was Gräber erzählen“ auf dem alten Oberurseler Friedhof sind Interessierte am Tag des offenen Denkmals, Sonntag, 13. September, eingeladen. Gestartet wird um 11 Uhr in der Adenauerallee am Denkmal für den deutsch-französischen Krieg 1870/71. Die beiden Stadtführerinnen Angelika Rieber und Maren Horn führen zum und über den alten Oberurseler Friedhof und geben dort einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Epochen des parkähnlichen Friedhofes. Die Friedhofskapelle, erbaut 1618, überstand alle Jahrhunderte und dient heute als besondere Veranstaltungsstätte. Gräberfelder und Gedenkplaketten erinnern an die Opfer der beiden Weltkriege, an Soldaten, an zivile Opfer, an Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter sowie an Christen jüdischer Herkunft, die Opfer des Holocaust wurden.

Auch die Ruhestätten von Widerstandskämpfern, sowie die Gesellschaft prägende Persönlichkeiten der Nachkriegszeit werden aufgesucht. Die Führung zeigt anschaulich, wie sich die Geschichte und die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten beiden Jahrhunderte in der Gestaltung und Beschriftung der Grabsteine und der Denkmäler widerspiegeln. Die Kosten betragen fünf Euro, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zu zwei Sonderführungen „Camp King“wird am Samstag, 19. September, um 11 Uhr mit Sylvia Struck und um 14 Uhr mit Jürgen Friedrich eingeladen. Die Sonderführungen stehen in Verbindung mit dem kostenfreien Vortrag am Donnerstag, 17. September, 20 Uhr, mit Herrn Dr. Bodo Hechelhammer, Chefhistoriker des BND, im Großen Sitzungssaal des Rathauses Oberursel über „Die Anfänge des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Oberursel“. Weitere Informationen dazu gibt es im Internet unter www.campking.org.

Sylvia Struck und Jürgren Friedrich berichten über die Geschichte des Geländes im Oberurseler Norden. Das ehemalige Camp King ist ein Erinnerungsort, der durch seine unterschiedliche Nutzung in den Jahren 1933 bis 1993 die Geschichte des 20. Jahrhunderts widerspiegelt. Als Siedlungshof 1933 bis 1945 gegründet, wurde das ehemalige Camp King während des zweiten Weltkriegs als Kriegsgefangenenlager für alliierte Flieger Dulag, Durchgangslager (Luft) und Auswertestelle West 1939 bis 1945 genutzt. Nach Kriegsende wurde das Gelände von den US-amerikanischen Streitkräften unterschiedlichen Nutzungen zugeführt, unter anderem als US-Army Interrogation Center 1945 bis 1949, European Command Intelligence Center 1945 bis 1968 und Verkehrsmanagement der US-Forces in Western Europe 1968 bis 1993. Nach dem Abzug der Amerikaner im Jahr 1993 wurde das Gelände wieder Teil von Oberursel, so dass ab 1998 die heute existierende Wohnsiedlung entstanden ist, in der die Vergangenheit noch an vielen Punkten zu sehen und zu spüren ist. Treffpunkt ist am Kinderhaus im Jean-Sauer-Weg, die Kosten betragen fünf Euro, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen zum Camp King gibt es unter www.campkingoberursel.de.

Informationen zu den Stadtführungen und den touristischen Angeboten der Stadt Oberursel gibt es in der Tourist-Information im Vortaunusmuseum unter Telefon 06171-502 232 oder per E-Mail an tourismus[at]oberursel[dot]de sowie unter www.oberursel.de



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