Die Anfänge des Bundesnachrichtendienstes (BND)

Oberursel (ow) – Am Donnerstag, 17. September, 20 Uhr wird Dr. Bodo Hechelhammer im Großen Sitzungssaal des Rathauses Oberursel über „Die Anfänge des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Oberursel“ berichten.

Offiziell begann die Geschichte des Bundesnachrichtendienstes (BND) am 1. April 1956. Die Anfänge des deutschen Auslandsgeheimdienstes nach dem Zweiten Weltkrieg führen nach Oberursel.

Im Sommer 1946 begann der US-Militärgeheimdienst, mit seiner Zentralstelle im damaligen Camp Sibert, nicht nur das sichergestellte Archiv der Wehrmachtsabteilung „Fremde Heere Ost“ auszuwerten, sondern auch die Kenntnisse der Mitarbeiter zu nutzen. Mit der „Operation Rusty“, der späteren „Organisation Gehlen“, sollte ein wichtiges Glied in der militärischen Aufklärung Richtung Osten geschaffen werden. Aus der bisherigen Allianz mit der Sowjetarmee war ein weithin unbekannter Gegner im aufkeimenden Kalten Krieg geworden, den es nun auszuspionieren galt. Über die Anfangszeit in Oberursel, die mit dem Umzug nach Pullach im Dezember 1947 endete, wird es in diesem Vortrag gehen wie auch um die Personalien der Personen – und ihre nicht ganz so lupenreine NS-Vergangenheit –, auf die die US-Army wie auch die noch junge Bundesrepublik zurückgriffen. Bürgermeisterin Antje Runge wird die Grußworte zur Begrüßung übernehmen.

Mit diesem Vortrag möchte der Arbeitskreis Camp King des Geschichtsvereins Oberursel auch an die Umbenennung des anfänglichen Camp Sibert in Camp King vor 80 Jahren am 19. September 1946 erinnern. Außerdem beging der BND im April 2026 sein 70-jähriges Bestehen.

Der Eintritt ist frei; über eine Spende würde sich der Arbeitskreis freuen.



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