Design als Motor für gesellschaftlichen Wandel

Oberursel (js). Alle zwei Jahre vergibt die „World Design Organization“ (WDO) den Titel „World Design Capital“ (WDC) an eine Stadt oder Region. Für das Jahr 2026 hat die Region Frankfurt RheinMain die Auszeichnung erhalten. Die gesamte Region wird sich in eine internationale Bühne für Gestaltung verwandeln. Und WDC lädt alle ein, ob Experte oder einfach nur neugierig, die „Zukunft, auf die wir Lust haben, gemeinsam zu entwerfen und anzugehen.“ Das ist die Idee und Oberursel ist dabei. Das Morgen gemeinsam gestalten.

Mit wegweisenden Projekten und zahlreichen Veranstaltungen soll Frankfurt RheinMain nun Antworten auf die Frage finden, was Design leisten kann. Für die Gesellschaft, für das Miteinander der Menschen, für die Demokratie. Das Programm des nächsten Jahres und darüber hinaus soll die Stimmen der Region aufgreifen und eine dynamische Plattform für Austausch und gemeinsames Erproben von starken Visionen bieten. Untertitel: „Design for Democracy“, Design für Demokratie. Der Titel hat ein Quartett umtriebiger Marktplatz-Anwohner zu einer Bewerbung motiviert. Oberursel ist nun offiziell eines von rund 200 Projekten in der Region, wobei Frankfurt im Vordergrund steht. Beworben hatten sich weit mehr als 1.000 Projekte. Unter dem Titel „Marktplatz Oberursel: Lebendig, offen, mittendrin“ geht das Team mit mehreren Partnern an den Start.

Durch das Jahr soll sich das gesamte Programm in allen beteiligten Kommunen entlang verschiedener Schwerpunkte bewegen. Sie greifen Themen aus dem Alltag auf, geben eine lebendige Struktur und sollen verschiedene Dimensionen von Design erlebbar machen. Sollen Atmosphäre für ein besseres Leben schaffen, das ist auch so eine Idee der Erfinder des Gesamtprojekts. Ihre Vision: Die Welt wirkt aus den Fugen geraten, Krisen prägen Umwelt, Gesundheit, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Die Menschen empfinden Unsicherheit, Pessimismus, das Glas ist immer halbleer.

Mit der „World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026“ soll dem Pessimismus ein positives, realistisches Narrativ entgegengesetzt werden. Weg von der Krise, hin zu Chancen. Es sollen Räume geschaffen werden, in denen Menschen wirksam werden können, für eine erlebenswerte Zukunft. Ganz wichtig: Zukunft entsteht dort, wo Menschen aktiv mitwirken. Die Region soll 2026 ein lebendiges Experimentierfeld sein, für Menschen, die Verantwortung übernehmen, ausprobieren und gestalten. Partizipation als Schlüssel zu einer nachhaltigen und lebenswerten Region.



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