Emily I. und Michèle starten als Brunnenpaar

Brunnenkönigin Emily I. bekam das Zepter von Ex-Brunnenkönigin Tanja I. überreicht.

Oberursel (gt). Am Samstagabend fand die Inthronisation der neuen Brunnenkönigin Emily I. mit ihrer Brunnenmeisterin Michèle im Vereinsheim des KV Frohsinn statt. 31 Jahre zuvor wurden Emilys Eltern als Brunnenkönigin Christine II. und Brunnenmeister Thomas selbst inthronisiert.

Moderiert wurde der Abend von Frohsinn-Sitzungspräsident Markus Lohnstein. Bei einem kleinen Empfang zur Verabschiedung von Brunnenkönigin Tanja I. und Brunnenmeister René würdigte die stellvertretende Vorsitzende vom Vereinsring, Christine Förder, den Einsatz der beiden. „Ihr habt euch super ergänzt und unterstützt, vielen Dank für eure Zeit“, sagte sie. Besonders Tanja sei „nahbar“ gewesen und habe viele Sachen mitgemacht. „Ihr habt Oberursel super repräsentiert“, ergänzte Bürgermeisterin Antje Runge. Tanja und René haben die Chance genutzt, sich bei den Menschen zu bedanken, die sie während des Amtsjahres unterstützt und begleitet haben.

Zu ihren Ehren tanzten die Traumtänzer 2.0 des CV Stierstadt ihren Minionstanz und sorgten damit für Stimmung im Saal. René, der ebenfalls Mitglied der Traumtänzer ist, ließ es sich nicht entgehen, bei der Zugabe noch in Brunnenmeisterschürze mitzutanzen. Danach trat die Moama Dance Company des Koreanischen Tanzstudios Eukatanz mit „Tanz der Königin aus Korea“ auf. Tanja bedankte sich bei den Tänzerinnen Frau Ki und Frau Ho auf Koreanisch.

Zum letzten Mal standen dann Tanja und René auf der Bühne als amtierendes Brunnenpaar und bekamen ihre Krone, Zepter und Schürze abgenommen. Vom Vereinsring erhielten sie große Bilderrahmen, gefüllt mit Fotos aus dem vergangenen Jahr. Bürgermeisterin Antje Runge überreichte Bier und Gläser vom Brauhaus. „Mit unserem Fassanstich haben wir Geschichte geschrieben“, sagte sie. Tanja erzählte, wie sie sich das erste Mal begegnet waren, als Besucher aus Ursem in Oberursel waren und sie sich gegenseitig nur als „Tanja“ und „Antje“ vorgestellt haben und sie nicht wahrgenommen hat, dass sie mit der Bürgermeisterin reden würde. Sie fragte, wie man das von Frau Runge wissen soll, „wenn man unter Holländern sitzt mit einem Namen wie eine holländische Butter!“ Schließlich wurden Tanja und René im Kreis der „Exen“ aufgenommen.

Als allerletzten Programmpunkt zur Verabschiedung hatte sich Tanja einen Auftritt von Dario Djurinovac von der Gruppe „Hole Full of Love“ gewünscht, da ihr Vater ein großer AC/DC Fan ist. Mit „Highway to Hell“ hat Dario den Saal gerockt.

Da der Froschkönig in diesem Jahr im Urlaub war, lag es an Christine Förder, die Jubiläumshoheiten auf die Bühne zu bitten. Christian (2016) und Sandra I. (1996) folgten dem Aufruf und Sandra erzählte von ihrer Zeit als Brunnenkönigin, in der die Einladungen zu den Terminen noch per Brief oder höchstens per Festnetzanruf kamen und noch auf Film fotografiert wurde. Zu ihrer Exthronisation in der Stadthalle kam sie auf einem echten Elefanten in den Saal geritten – etwas, das heute unvorstellbar wäre.

Das neue Brunnenpaar

Nun war die Zeit gekommen, das neue Brunnenpaar in den Saal zu bringen. „Emily ist ein Kind des Frohsinns“, erklärte Markus Lohnstein. Sie war mit fünf Jahren in die Minis eingetreten und mit 15 Jahren in der Tanzgarde. Heute tanzt sie in der Tanzgarde 2.0. Michèle kam mit 10 Jahren ebenfalls zur Tanzgarde, heute spielen beide in der Brassband.

Mit einem großen Knall und einem Schauer aus goldenem Konfetti betraten Emily und Michèle den Saal – Emily in einem dunklen grünen Galakleid und Michèle in einem dunklen blauen Galakleid.

Auf der Bühne angekommen, erhielt Emily zunächst die traditionelle Kette von Bürgermeisterin Antje Runge überreicht. Auf der Kette, die von Juwelier Windecker angefertigt wird, ist das historische Rathaus zu sehen.

Tanja setzte Emily die Krone der Brunnenkönigin auf, neu in diesem Jahr war das Diadem für die Brunnenmeisterin. „Die Tradition geht mit der Zeit“, sagte Runge. Beide erhielten ihre Schärpen von René – Emily in den traditionellen Tricolore und Michèle in dunkelblau. Beide Schärpen tragen das Frohsinn-Wappen. Schließlich überreichte Tanja das Zepter an Emily.

Emilys Antrittsrede war sehr emotional und sie musste kurz vor dem Ende unterbrechen, bevor sie ihrem Vater, Thomas Förder, für seine Hilfe bei den Autogrammkarten und beim Bembeldesign dankte.

„Wer hätte gedacht, dass meine Tochter das macht?“, sagte die inzwischen liebevoll genannte „Queen Mum“, Christine Förder. Emily, die mit dem Amt aufgewachsen ist und in der Vergangenheit als Kind mit den Kissen für die Insignia auf der Bühne stand oder für den Vereinsring mit der Kamera unterwegs war, hat sehr hohe Ansprüche an sich, erklärte ihre Mutter. Förder stellte auch Brunnenmeisterin Michèle vor, die aufgrund einer Bronchitis leider ihre eigene Rede nicht halten konnte. Ex-Brunnenkönigin Verena überreichte dem Paar Alben in den jeweiligen Farben ihrer Kleider für Autogrammkarten, die sie während des Jahres sammeln werden.

Die anwesenden Gasthoheiten gratulierten dem neuen Brunnenpaar und nahmen sie auf in die „Wochenendfamilie“. Dabei waren die Sachsenhäuser Brunnenkönigin Karin III. mit ihrem Schultheis, die Bergen-Enkheimer Apfelweinkönigin Lisa-Maria I., die Budesheimer Laternenkönigin Elena I., das Königsteiner Burgfräulein Malva I. und das Bundesäppelwoi-Königspaar aus Steinheim, Lena und Marc.

Zur Ehre der neuen Brunnenkönigin trat die Tanzgarde 2.0 des KV Frohsinn mit Emilys Lieblingstanz auf und sie tanzte – zwar vor der Bühne – auch mit.

Für Emilys Mutter, Ex-Brunnenkönigin Christine II., gab es eine Überraschung: Mitglieder des Vorstands vom Vereinsring kamen auf die Bühne, jeder mit einer einzelnen Blume. Um ihr für 30 Jahre Vorstandsarbeit zu danken, haben sie nacheinander die Blumen bei ihr abgegeben, und so kam ein großer Blumenstrauß zusammen.

Zum Abschluss des Abends trat die Frohsinn-Brassband unter der Leitung von Jürgen Tauber auf. „Let Me Entertain You“ spielten sie und „An Tagen wie diesen“. Nach „Shut Up & Dance“ hatten Emily und Michèle allerdings genug vom Tanzen, schnappten sich ihre Trompeten, gingen in ihren Kleidern auf die Bühne und spielten den Rest des Programms bis zum Schluss mit.

Brunnenmeisterin Michèle und Brunnenkönigin Emily I. (Mitte) mit den Gasthoheiten aus (v.l.n.r.) Steinheim, Sachsenhausen, Büdesheim, Bergen-Enkheim, Königstein, Ex-Brunnenköniginnen (l.) Christine II., (r.) Vereina I., Tanja I., Tina-Maria I., und Sandra I., Ex-Brunnenmeistern Jürgen (1.v.r.), René (5.v.r.) und Christian (9.v.r.) und Bürgermeisterin Antje Runge (6.v.r.).Fotos:Tappenden

Ex-Brunnenkönigin Christine II. (2.v.r.) wurde vom Vereinsringsvorsitzenden Ludwig Reuscher (1.v.r.) für 30 Jahre Vorstandsarbeit gedankt.Foto: Tappenden

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