Oberursel (ow). Im Rahmen des Europäischen ERASMUS+-Projektes „GINA-Green Inclusive Academy“ organisierte der Internationale Bund in Oberursel am Donnerstag, 16. April, eine inklusive Veranstaltung „Ich tue etwas für meine Umwelt – immer und überall!“ für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung, um das Projekt und das frisch entwickelte E-Book vorzustellen.
Nach einer Präsentation des Projekts und der im Verlauf von zwei Jahren entwickelten Produkte und Ergebnisse wurden an vier Thementischen Aktivitäten aus dem E-Book zu den Bereichen Klimawandel, Wasser, Energie und Müll ausprobiert. Monika Krocke und Kaya Klein vom Kooperationspartner Umweltlernen leiteten die praktischen Übungen unter folgenden Fragestellungen an:
Welche 17 Nachhaltigkeitsziele gibt es und wie lauten ihre Namen? Wie hoch ist der Wasserverbrauch beim Zähneputzen, Geschirrspülen oder Duschen? Wie sortieren wir unseren Müll richtig? Wozu benötigen wir Strom, wozu nicht? Wie schnell schmilzt Eis?
Mit Hilfe von Kartenspielen, Fotos, Wassersäulen und Müllbehältern lernten die Teilnehmenden einiges über den Klimawandel und nachhaltiges Handeln. Alle waren begeistert vom E-Book und den vielen praktischen Tipps und Anregungen. „Wir müssen bei uns in der Einrichtung noch viel mehr auf den Wasserverbrauch achten“, betonte Malgorzata Battal aus Frankfurt-Niedererlenbach. Benedikt Radgen aus Oberursel betonte: „Ich habe heute wieder viel dazu gelernt.“ Bis Mai soll das E-Book in alle acht Partnersprachen übersetzt sein und dann im Rahmen einer großen Konferenz beim Abschlusstreffen in Litauen präsentiert werden.
Worum geht es im Projekt ?
GINA zielt darauf ab, Menschen mit Behinderungen und Mitarbeitende in Bezug auf Umweltaspekte zu schulen und zu mehr nachhaltigem Bewusstsein und Handeln zu führen. Der innovative für uns wichtigste Aspekt des Projekts ist, dass Menschen mit Behinderungen als gleichwertige Partner auf Augenhöhe agieren und am Ende Multiplikator nicht nur für ihre Peer-Groups sein werden. Sechs Themenfelder stehen im Fokus des Projekts: Einführung in Klimabildung, intelligente Nutzung von Strom, Heizung, Wasser und Energie, Ernährung, Müllvermeidung und Recycling, fairer Verbrauch und grüne Netzwerke.

