Oberursel (ow). Als die ersten Teilnehmer dem 1998 eröffneten Mühlenwanderweg folgten, konnten viele nicht glauben, dass am Urselbach in besten Zeiten 42 Mühlen und Wasserkraftwerke gearbeitet haben. Am Oberlauf des Baches zeugen davon noch das stillgelegte Wasserrad der Herrenmühle und die Turbine auf dem Gelände des ehemaligen Kupferhammers, die das mit 24 Meter höchste Gefälle am Urselbach auch heute noch zur Stromgewinnung nutzt. Diese und weitere Standorte werden auf der Wanderung am Mittwoch, 17. Mai, von der Hohemark bis zum Marktplatz Oberursel von der Stadtführerin Marion Unger vorgestellt. „Für mich war es spannend zu erfahren, dass unterschiedlichste Branchen die Wasserkraft zur Herstellung ihrer Produkte einsetzten,“ begründet Unger ihre Begeisterung für das Thema und ergänzt: „Wasser diente nicht nur als Antriebskraft, sondern auch zu Kühl- oder Reinigungszwecken.“ Neben der industriellen Nutzung der Gewässer kommen auch aktuelle Themen wie Überschwemmungsschutz und Trockenperioden zur Sprache. Die etwa dreistündige Tour geht über Waldwege größtenteils bergab. Dennoch ist festes Schuhwerk ratsam. Start ist um 11 Uhr am Taunus Informationszentrum, die Teilnahme kostet 5 Euro, Rückfragen unter Telefon 0178-1895599.
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