Oberursel (ow). Die SPD Oberursel sieht sich veranlasst, öffentlich zu einem Vorfall Stellung zu nehmen: Jüngst wurde der Co-Vorsitzende der SPD Oberursel Nord und Kandidat für die Stadtverordnetenversammlung auf Listenplatz 8, Herr Kaan Güdük, massiv rassistisch und islamfeindlich angegriffen. In den sozialen Netzwerken wurde er aufgrund seines Namens und seiner Religion in einer Weise beleidigt, die die Grenzen des Respekts überschreitet. Die SPD Oberursel verurteilt diesen Angriff auf das Schärfste – Hass und Hetze haben in Oberursel keinen Platz.
Als Bürger und aktives Mitglied unserer Gemeinschaft ist Kaan Güdük ein fester Bestandteil Oberursels. Ihn aufgrund seines Namens, seines Äußeren oder seiner Religion herabzuwürdigen, ist nicht nur eine Beleidigung seiner Person, sondern ein Angriff auf die Werte unserer gesamten Stadtgesellschaft. „Wir lassen nicht zu, dass solche Grenzüberschreitungen in unserer Stadt unbeantwortet bleiben“, erklären Elenor Pospiech und Frank Sibert im Namen des Vereinsvorstands.
Kaan Güdük äußert sich wie folgt zur aktuellen Situation: „Die Nachricht, die mich erreicht hat, ist in ihrem Inhalt zutiefst erschütternd. Aber ich weiß eines ganz genau: Dieser Hass vertritt nicht die Mehrheit. Ich kenne meine Nachbarn, ich kenne die Menschen in Oberursel. Die überwältigende Mehrheit bei uns ist weltoffen, anständig und respektvoll. Ich lasse mich von solchem Hass nicht von meinem Weg abbringen. Im Gegenteil: Dass jemand wie ich, der hier zu Hause ist und unsere Stadt liebt, für das Stadtparlament kandidiert, ist für diese Spalter die größte Niederlage. Mein Ziel ist es, alle Bürger zu vertreten und Oberursel zu einem noch besseren Ort für uns alle zu gestalten. Mein Engagement für meine Nachbarn und meine Heimatstadt ist die beste Antwort auf jede Form von Ausgrenzung. Meine Liebe zur Stadt ist stärker als jeder Hass.“
Die SPD Oberursel steht für ein Oberursel ein, in dem der Mensch und sein Engagement zählen – unabhängig von Namen, Herkunft oder Religion. „Wer versucht, unsere Gesellschaft zu spalten, wird am Widerstand der demokratischen Mehrheit scheitern“, so der SPD-Ortsverein abschließend.