Lesermeinung

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Unser Leser Heinrich Mathes aus Oberursel meint zum Beitrag „Haushalt 2022: Der Pleitegeier kreist wieder über dem Rathaus“ in der Oberurseler Woche vom 7. Oktober:

Baugruben, auch wenn sie „spät dran“ sind, zahlen keine Gewerbesteuer. Imaginäre Fitnesscenter und leerstehende Büros auch nicht. Wer den Markt für Gewerbeimmobilien beobachtet, konnte erkennen, dass es schon lange vor Corona keine gestiegene Nachfrage nach Büroräumen gab, schon gar nicht in „Frankfurt-Oberursel“. Gut, dass die politischen Mitverursacher dieses defizitären Haushalts nach der – noch nicht – geplanten Abgabenerhöhung dann auch zur Kasse gebeten werden.

Die Planer haben auch nicht bedacht, dass mit der steigenden Einwohnerzahl auch die Auf- und Ausgaben zum Beispiel für die Kinderbetreuung steigen. Die Kosten der Erneuerung der durch den verstärkten Schwerlastverkehr von den Baustellen beschädigten Straßen sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Dieser Fehler, keine bestehenden Firmen anzusiedeln, sondern Investoren die Möglichkeit zu geben, ihre „Abschreibungsprojekte“ zu bauen, wurde vor 30 Jahren schon einmal gemacht. Davon übriggeblieben ist der seit Jahren überwiegend leerstehende „Büropark in der Au“.



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