Die Prüfung zum 2. Danim Karate ist kein Zuckerschlecken

Alexandra Engel (5. Dan), Martin Schellhaas (2. Dan), Shihan Thomas Schulze (7. Dan), Marcus Engel (5. Dan) (v.l.)Foto: privat

Oberursel (ow) – Im Gegenteil, sie erfordert viel Konzentration und saubere Technik. Martin Schellhaas von der TSG Oberursel Hinode hat sie bei Shihan Thomas Schulze, 7. Dan, in Münster bestanden.

Nach intensiver Vorbereitung und fast neun Jahren seit seiner letzten Prüfung hat Martin Schellhaas vom Hinode Karate Dojo der TSGO erfolgreich die Prüfung zum 2. Dan im Shotokan-Karate bestanden. Sein Wunsch war es, nochmals unter Shihan Hideo Ochi, 9. Dan, anzutreten – doch gesundheitsbedingt konnte der 86-jährige Großmeister leider nicht vor Ort sein. Stattdessen leitete JKA-Nationaltrainer Thomas Schulze, 7. Dan, den hochkarätig besetzten Lehrgang in Münster.

Lehrgang mit technischem Feinschliff

Der Fokus des Trainings lag auf der Hüftarbeit und der daraus entstehenden Vorwärtsenergie in jeder Technik – eine zentrale Grundlage des traditionellen Karate. Anschließend wurden die Katas Bassai Dai, Jion und Empi, Kanku-Dai und Hangetsu sowie Nijushiho mit Blick auf die anstehenden Änderungen des JKA-Standards trainiert, die künftig auch in Deutschland Anwendung finden. Auch die zweite Einheit forderte volle Konzentration: Partnerübungen mit intensiven Angriffs- und Abwehrkombinationen verlangten Technik und Kondition, mit Fokus ebenfalls auf der JKA-Standardisierung.

Fordernde Prüfung – klares Ergebnis

Nach kurzer Pause begann die Prüfung – und gleich im Kihon war höchste Aufmerksamkeit gefragt: Die angesagten Technikabfolgen wichen von den erwarteten Standards ab. Martin meisterte die Anforderungen mit starker Präsenz und Präzision.

Im Jiyu-Ippon-Kumite lief alles auf Anhieb rund, und im freien Kumite, dem Jiyu-Kumite, zeigte er vollen Einsatz.

Im abschließenden Kata-Teil zeigte Martin zuerst Jitte und anschließend in der Gruppe Jion, Tekki Nidan, Heian Yondan und Heian Godan. Mit dem Kommando „Yame“ war die Prüfung beendet – und wenig später kam die Bestätigung: Bestanden!

Karate als Weg – und Teamleistung

Zahlreiche Mitglieder des Dojo Hinode TSGO waren am vergangenen Wochenende zur Unterstützung nach Münster gereist und gratulierten vor Ort. Sensei Alexandra Engel, 5. Dan, und Sensei Marcus Engel, 5. Dan, ließen es sich nicht nehmen, zur Feier die traditionelle Sektflasche zu öffnen.

Ein großer Dank gilt neben der intensiven monatelangen Vorbereitung dem Trainerteam Engel, aber auch den Mitgliedern der TSGO, die Martin auf seinem Weg im Training unterstützt und begleitet haben und auch bei seiner Prüfung in Münster dabei waren.

JKA-Karate – eine große Familie, ein Weg.



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