Reise der Freundschaft ohne Grenzen

Abschlussfeier mit allen ukrainischen Kindern, Kindern Oberurseler Vereine, Wegbegleitern und UnterstützernFoto: sis

Oberursel (sis). Anfang August reisten 34 Kinder im Alter zwischen zehn und vierzehn Jahren aus der ukrainischen Stadt Vasylkiv nach Oberursel, für eine Pause vom Alltag und um eine unbeschwerte Zeit im Taunus zu genießen.

Die Idee hatte Stadtrat Andreas Bernhardt nach seiner Rückkehr aus Vasylkiv mit nach Oberursel gebracht und gemeinsam mit Kollegen, Vereinen, Sponsoren und privaten Spenden in kürzester Zeit umgesetzt.

Die Kinder, teils schwer traumatisiert aufgrund der Ereignisse in der Ukraine und den damit verbundenen Verlusten innerhalb der Familie, durften gemeinsam mit ihren Lehrern und Betreuern eine Woche lang den Taunus mit all seinen Annehmlichkeiten genießen und ganz viel Positives mit nach Hause nehmen, vor allem Freundschaften.

Dank der unterschiedlichsten und großzügigen Spenden konnten sie nachts im Hotel Ruhe finden und Energie tanken, um unter anderem den Opel-Zoo, den Freizeitpark Lochmühle, den Feldberg mit seiner Falknerei, das Schwimmbad, den Kletterpark in Schmitten, die Stadt Frankfurt am Main und das Main-Taunus-Zentrum zu besuchen oder um einfach nur einmal ein Eis zu schlecken oder das Grün im Wald zu erleben.

Gekrönt wurde die Reise mit einer Abschlussfeier am vergangenen Samstag mit allen ukrainischen Kindern, Kindern Oberurseler Vereine, Wegbegleitern und Unterstützern auf dem Sportplatz des 1. FC 04 Oberursel, zu der auch Nataliia Beliakova, Leiterin des Bereichs „Internationale Zusammenarbeit der Stadt Vasylkiv“, per Videokonferenz zugeschaltet war. Andreas Bernhardt begrüßte alle Anwesenden und Vertreter des Kreises wie Bürgermeisterin Antje Runge, Stadtverordnetenvorsteher Lothar Köhler, Kreistagsvorsitzenden Renzo Sechi, Vertreter des Vereins der Städtepartnerschaften und betonte bei seiner Rede, dass er von der Spendenbereitschaft der Region sehr ergriffen sei und dass die Umsetzung nur als Team mit entsprechend hohem Engagement möglich gewesen wäre. „Der Kreis hat Stärke gezeigt und ich verneige mich vor den Bürgern. Ein Dank gilt auch der ukrainischen Community im Taunus, die an der Umsetzung der Projekte beteiligt war.“

Antje Runge ergänzte: „Die Kinder kamen als erste Botschafter zu Besuch nach Oberursel. Es ist eine neue Freundschaft entstanden, über die ich sehr froh bin und ich möchte meine Solidarität zum Ausdruck bringen und bedanke mich auch bei allen, die an der Umsetzung des Projekts mitgewirkt haben.“

Nataliia Beliakova dankte allen Anwesenden für die wertvolle Veranstaltung für die ukrainischen Kinder und dass die Reise eine Freundschaft ohne Grenzen sei und sprach in diesem Zusammenhang eine Gegeneinladung aus, um die Verbundenheit und den Freundschaftsvertrag weiter zu stärken.

Als Zeichen der gegenseitigen Wertschätzung und Dankbarkeit wurden Geschenke ausgetauscht.

Ganz zum Schluss und bevor sich alle Anwesenden auf die mitgebrachten und gespendeten Speisen und Getränke freuten, hatte Andreas Bernhardt noch eine freudige Botschaft in petto, nämlich, dass einer Wiederholung im kommenden Jahr aufgrund der hohen Spendenbereitschaft im Kreis nichts im Wege stünde.



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