Oberursel (ow). Die SPD-Stierstadt hat bei ihrem Rundgang mit den Kandidierenden für den Ortsbeirat am vergangenen Samstag und in den zurückliegenden Wochen mit vielen Bürgerinnen und Bürgern im Ortsteil gesprochen und dabei ihre Wahlaussagen vorstellen können.
„Stierstadt ist ein sehr attraktiver Wohnstandort. Unser Ziel ist es, diesen Charakter zu erhalten und den Ortsteil behutsam weiterzuentwickeln“, erklärte der Ortsbezirksvorsitzende Henrik Appelbaum. Ein besonderes Anliegen bleibt für die SPD das gesellschaftliche Leben im Ort.
Viele Veranstaltungen und zahlreiche Vereinsfeste würden weiterhin für ein lebendiges Miteinander sorgen. Gleichzeitig gehe jedoch die Zahl der Treffpunkte im Ort zurück. „In den 1960er Jahren gab es in Stierstadt noch fünf Gaststätten – heute ist nur noch eine übrig“, so Hans-Georg Brum, Ex-Bürgermeister und Platz 1 auf der Ortsbeiratsliste der SPD. Ziel müsse es daher sein, im Ortskern wieder eine zweite Gaststätte zu etablieren. Auch öffentliche Räume wie das alte Rathaus sollten saniert und modernisiert werden, um sie wieder stärker für das gemeinschaftliche Leben nutzen zu können.
Der alte Ortskern bilde nach wie vor das Herz von Stierstadt und sei in den vergangenen Jahren durch das Engagement der Bewohnerinnen und Bewohner sowie durch Maßnahmen der Stadt deutlich aufgewertet worden. Nicht in dieses Bild passe jedoch der Zustand der Untergasse. „Für die Sanierung mit neuem Belag und zusätzlichen Grünflächen gibt es seit über zehn Jahren Planungen – diese sollten nun endlich umgesetzt werden“, so Hans-Georg Brum.
Positiv bewerteten die Sozialdemokraten die Entwicklung der Schulen im Ort. Während des Rundgangs informierte der leitende Direktor der IGS, Herr Herget, der zufällig an einer Erst-Hilfe-Schulung des Kollegiums teilnahm, über die sehr positive Resonanz von Schülerinnen, Schülern und Eltern auf die neuen Räume und die verbesserten Lernbedingungen. Dringenden Handlungsbedarf sieht die SPD-Stierstadt allerdings bei der großen Turnhalle der IGS. Diese könne aufgrund von Baumängeln seit mehr als fünf Jahren nicht genutzt werden. Die Sanierung müsse daher bald abgeschlossen werden.
Neue Möglichkeiten für Wohnen sieht die SPD auf dem ehemaligen Schulareal entlang der Römerstraße. Das bereits gut erschlossene Grundstück sollte kleinteilig entwickelt werden und eignet sich aus ihrer Sicht besonders für bezahlbaren Wohnraum. Denkbar sei dort auch ein Wohnangebot speziell für ältere Menschen, so Gabriele Hesse.
Aus Sicht der SPD bedeutet dies, auf große Neubaugebiete zu verzichten und stattdessen die umgebende grüne Landschaft zu erhalten.