Oberursel (ow) – Die neue Fuß- und Radwegbrücke in der Portstraße über den Urselbach soll nicht nur für mehr Sicherheit sorgen, sondern auch einen gestalterischen Akzent im Stadtbild setzen. Dies sieht ein Antrag der SPD-Fraktion vor, der kürzlich im Ortsbeirat vorgestellt wurde.
Da die Brücke aus Sicherheitsgründen mit einem Geländer ausgestattet werden muss, schlägt die SPD vor, anstelle einer Standardlösung ein künstlerisch gestaltetes Sicherheitsgeländer zu errichten. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende zu erhöhen und gleichzeitig den öffentlichen Raum aufzuwerten.
Das Geländer soll insbesondere vor Stürzen in den Urselbach schützen und damit die mit der Gewässernähe verbundenen Unfallrisiken reduzieren. Von dem zusätzlichen Schutz profitieren vor allem Kinder, ältere Menschen sowie Menschen, die die Brücke zu Fuß oder mit dem Fahrrad nutzen.
Für die Gestaltung konnten erneut die Oberurseler Robin Weber, Gabi Weber und Susanne Hieronymi gewonnen werden, die sich bereits beim künstlerisch gestalteten Geländer am Maasgrundweiher ehrenamtlich engagiert haben. Die geplanten Motive entlang des Bachverlaufs sollen sich harmonisch in die Umgebung einfügen und einen attraktiven Blickfang schaffen.
Die Brücke befindet sich an einer städtebaulich besonders sensiblen Stelle: In unmittelbarer Nähe liegen die historische Stadtmauer, die Kirche Sankt Ursula sowie der Festplatz. Mit der künstlerischen Gestaltung kann die Brücke daher weit mehr sein als eine reine Verkehrsverbindung – sie wird zu einem sichtbaren Beitrag für die Aufenthaltsqualität und das Erscheinungsbild der Stadt.
Das Projekt zeigt beispielhaft, wie kommunale Infrastruktur, Stadtgestaltung und bürgerschaftliches Engagement erfolgreich zusammenwirken können. Die Beteiligung ehrenamtlich engagierter Künstlerinnen und Künstler stärkt zugleich die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt und trägt dazu bei, die Besonderheiten des Standorts sichtbar zu machen.
Im Ortsbeirat fand der Vorschlag parteiübergreifend positive Resonanz. Die dort vertretenen Fraktionen begrüßten insbesondere die gelungene Verbindung von Sicherheitsgewinn, gestalterischer Aufwertung und Bürgerengagement.
Der Antrag wird nun an den Magistrat weitergeleitet und soll noch vor der Sommerpause beraten werden. Dadurch können sowohl das Gestaltungskonzept als auch die Kostenermittlung frühzeitig in die technische Planung und die Ausschreibung einfließen. Im weiteren Verfahren werden die konkreten Kosten sowie ein Zeitplan für die Umsetzung erarbeitet. Mit der Verbindung von Sicherheit, Kunst und ehrenamtlichem Engagement kann an dieser wichtigen Stelle Oberursels ein Projekt entstehen, das funktionalen Nutzen und attraktive Stadtgestaltung auf vorbildliche Weise miteinander verbindet.