Sponsoringangebot wird zurückgezogen: Reduzierung Straßenverkehrslärm

Oberursel (ow) –Nachdem die „Zweite Zukunftswerkstatt Lärmpause“, zu der die Untere Verkehrsbehörde des Landkreises Hochtaunus, Anwohner und Motorradfahrer am Donnerstag, 20. August 2025, eingeladen hatte, ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen war, hatte der Bundesverband der Motorradfahrer (BVDM) in Kooperation mit den Liberalen Bikern am Samstag, 12. September 2025, die Initiative ergriffen und die Bürgermeisterin von Oberursel, Antje Runge, angeschrieben, mit dem Angebot, die Anschaffung eines Geschwindigkeitswarn-Displays an der Ortsausfahrt Hohemark zur Verfügung zu stellen. Unter anderem gab es dort seit Jahren Klagen der Anwohner über zu hohen Verkehrs- und Motorradlärm, verursacht durch schnelles, hochtouriges Fahren.

Der BVDM wollte gemäß seiner Satzung gemeinsam mit Oberurseler Bürgern und den Liberalen Bikern einen Beitrag zur Verkehrssicherheit und Verkehrslärmreduzierung leisten. Mit Bedauern und großer Überraschung muss der BVDM nunmehr seit September 2025 feststellen, dass Bürgermeisterin Runge und die zugeordnete Stadtverwaltung dieses Angebot offensichtlich nicht ernsthaft verfolgen. Termine werden nicht nachvollziehbar in die Länge gezogen, Briefe und Anfragen werden in einem laufenden Prozess nicht bzw. unzureichend beantwortet. Irritiert und verstört sind auch Bürger von Oberursel, die sich mit Geldspenden an dem bürgerschaftlichen Engagement beteiligen wollten.

Nicht zuletzt hatte der BVDM einen hohen Geldbetrag in das Rechtsgutachten investiert, das die Zulässigkeit und die Kompatibilität des Sponsorings mit der hessischen Gemeindeordnung bestätigt.

Enttäuschend ist die Beobachtung, wie die Stadt Oberursel auf das Engagement von Bürgern reagiert, die mit einem pragmatischen, aktiven Beitrag zur Befriedung der Verkehrssituation an der Hohemark beitragen wollten.



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