Stadt Oberursel bedauert Rückzug des Sponsoringangebots

Oberursel (ow) – Mit Verwunderung nimmt die Stadt Oberursel zur Kenntnis, dass der Bundesverband der Motorradfahrer (BVDM) sein Angebot zurückgezogen hat, die Anschaffung eines Geschwindigkeitsdisplays an der Landesstraße L 3004 am Ortsausgang Hohemark zu sponsern. Der BVDM begründet diesen Schritt unter anderem mit einer aus seiner Sicht unzureichenden Kommunikation seitens der Stadt. Diese Darstellung entspricht jedoch nicht den tatsächlichen Abläufen.

Der für das Projekt zuständige Dezernent, Stadtrat Andreas Bernhardt, stand seit Beginn des Austauschs in regelmäßigem Kontakt mit den Vertretern des BVDM. Der für Mittwoch, 24. Juni, vereinbarte Termin musste kurzfristig abgesagt werden, da zeitgleich eine nicht verschiebbare Gremiensitzung stattfand, an der der Stadtrat zwingend teilnehmen musste. Der BVDM wurde hierüber informiert und erhielt gleichzeitig neue Terminvorschläge.

Anstatt diese Terminvorschläge aufzugreifen oder den direkten Austausch mit dem zuständigen Dezernenten fortzusetzen, wandte sich der BVDM an Bürgermeisterin Antje Runge, die bis dahin nicht unmittelbar in die laufenden Gespräche eingebunden war. Noch bevor ein Ersatztermin stattfinden konnte, erklärte der Verband mit Schreiben vom Mittwoch, 29. Juli, den Rückzug seines Sponsoringangebots und veröffentlichte hierzu am Donnerstag, 30. Juli, eine Pressemitteilung.

Die Stadt bedauert diese Entscheidung ausdrücklich. Ziel aller Beteiligten war und ist es, Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit sowie zur Verringerung der Lärmbelastung an der Hohemark zu prüfen und, soweit rechtlich und fachlich möglich, umzusetzen. Hierfür ist eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten erforderlich. Da der vorgesehene Standort an der Landesstraße L 3004 liegt, konnte die Stadt über die Aufstellung eines Geschwindigkeitsdisplays nicht allein entscheiden.

Vielmehr waren weitere zuständige Behörden in die fachliche und rechtliche Prüfung einzubeziehen. Im Rahmen dieser Abstimmungen wurde von einer beteiligten Fachbehörde zudem ein Änderungsvorschlag unterbreitet, der gemeinsam mit dem BVDM im bereits vorgesehenen nächsten Gesprächstermin erörtert werden sollte. Die hierfür notwendigen Abstimmungen nahmen entsprechend Zeit in Anspruch.

Unabhängig davon waren im bisherigen Verfahren noch verschiedene Fragen zu klären. So hatte der BVDM im Gespräch am Montag, 22. Dezember 2025, angekündigt, einen Entwurf einer Sponsoringvereinbarung zu übersenden. Dieser lag der Stadt bislang nicht vor. Darüber hinaus war vorgesehen, neben den bisherigen Ansprechpartnern auch Vertreter des Vorstands des BVDM in die weiteren Gespräche einzubeziehen.

Die Stadt weist ausdrücklich den Eindruck zurück, sie unterstütze bürgerschaftliches Engagement nicht oder nehme dieses nicht ernst. Vielmehr begrüßt die Stadt das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern sowie von Verbänden, die sich für mehr Verkehrssicherheit und eine Verringerung der Lärmbelastung einsetzen. Auch bei Sponsoringangeboten müssen jedoch die rechtlichen, fachlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen sorgfältig geprüft werden. Dieser Prüfungs- und Abstimmungsprozess war zum Zeitpunkt des Rückzugs des Angebots noch nicht abgeschlossen. Die Stadt Oberursel bleibt weiterhin offen für einen konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten, die einen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zur Reduzierung der Lärmbelastung leisten möchten.



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