Oberursel (gt). In diesem Jahr kehrte die After-Zug-Party zurück in die Stadthalle, nachdem die Handwerker des fokus O. sie organisiert und gesponsert hatten. Moderiert wurde sie von Thomas Nitsche, der zuvor die Zugmoderation am Marktplatz hatte und die After-Zug-Partys seit 20 Jahren moderiert. Wer zur Party wollte, musste etwas Geduld mitbringen, denn vor der Stadthalle gab es bedingt durch die Sicherheitsmaßnahmen eine Schlange. Neben einer Taschenkontrolle mussten alle Getränke abgegeben werden. Eine Auflage, die die Handwerker von der Polizei nur wenige Tage zuvor auferlegt bekommen hatten.
Musikalisch wurde die Party von den Kinziggeistern eröffnet, danach gab es Auftritte von den Ravens und der CV Stierstadt. Zu späterer Stunde legte DJ Peter Dressel auf.
Prinz Steffen I. kam ebenfalls nach Abschluss des Karnevalszuges in die Stadthalle und betrat kurz vor 18 Uhr die Bühne. Seine Stimme war angeschlagen und seine Wangen mit Lippenstiftabdrücken bedeckt. Dennoch hatte „der kleinste Prinz mit den größten Herzen“ noch genug Energie für eine Ansprache an sein Volk.
Wie früher in der After-Zug-Party wurden die Preise der Jury vom Vereinsringvorsitzenden Ludwig Reuscher bekanntgegeben:
Der Ehrenpreis der Stadt Oberursel für die beste Fußgruppe geht an den Carnevalverein Heiterkeit 1919 aus Bad Homburg für sein Motiv „Erst Lama-Drama, dann Aprés-Burner Drama“.
Der Ehrenpreis der Frankfurter Volksbank für den besten Motivwagen geht an die Carneval-Freunde Usinger Land für ihren Motivwagen „Römer am Limeswall“.
Der Ehrenpreis der Stadtwerke Oberursel für das beste kommunale Thema geht an den Kunstgriff, der den Durchstich zur Nassauer Straße thematisiert hatte.
Der Sonderpreis des Landrats des Hochtaunuskreises geht an die Schleiereulen vom Seulberger Karnevals-Verein von 1977 für ihr Motiv „Kater Frühstück“.
Der Sonderpreis des fokus O. geht an den Bommersheimer Carneval Verein (BCV) für sein Motiv „Lindwurm“.
Der Sonderpreis des CV Stierstadt für die beste Garde geht an den Karnevalverein 1902 Oberhöchstadt.
Der Sonderpreis und Wanderpokal der Ex-Prinzen für die beste Jugendgruppe stand erst am Rosenmontag fest, dieser geht an die Gruppe „Kleine Hoppel-Poppel“ vom Karnevalverein Club Humor 1904 aus Bad Homburg. Erst damit stand auch der Empfänger des Sonderpreises des Bommersheimer Kinderprinzenpaares für die beste Kindergarde fest, dieser geht an die „Little Devils“ von der Tanzgarde Rodheim 1973.
Die Juroren entschieden spontan, einen Preis für die Gruppe vom Netzwerk Oberursel all inclusive mit Prinz Glocke vom Alfred-Delp-Haus „Wir sind bunt“ zu verleihen und aus eigener Tasche zu finanzieren.
Die Preise werden erst in einigen Wochen bei einem gesonderten Termin überreicht. Eine Anfrage, warum der Ohlenspiegel und der Sonderpreis aus Rushmoor nicht verliehen werden, wurde bis zum Redaktionsschluss vom Vereinsring noch nicht beantwortet.
Im Laufe des Abends besuchten nach Einschätzung der Handwerker 800 bis 900 Personen die After-Zug-Party. Aber auch wenn die Party um 21 Uhr in der Stadthalle zu Ende ging, war der Tag zumindest für Stierstädter lange nicht vorbei, denn mit der „After Umzugs Party“ ging es im Landgasthof „Zur Sonne“ für den CV Stierstadt weiter.
Das Publikum der Handwerker-Party.Foto: Tappenden
Die KinziggeisterFoto: Tappenden

