Tanja und René blicken aufein ereignisreiches Jahr zurück

Tanja I. und René bei der Eröffnung des Maislabyrinths im vergangenen SommerFoto: gt

Oberursel (gt). Für Brunnenkönigin Tanja I. und Brunnenmeister René endete am Samstagabend ihre Amtszeit. Vor einigen Tagen sprachen sie in einem Gespräch über ihr Jahr mit den „tollsten Erlebnissen“.

Zu Renés Highlights zählten der Büdesheimer Nachtumzug, das Königsteiner Burgfest und der Europatag in Glashütten. Auch lokale Feste „abseits vom Brunnenfest“ gehörten dazu, allen voran die Stierstädter Kerb.

Tanja hatte sich vorgenommen, neue Dinge auszuprobieren, vor allem außerhalb ihrer Komfortzone – und genau das hat sie geschafft. Besonders die sportlichen Ereignisse haben ihr gefallen, auch wenn sie sich beim Brunnenfestlauf verlaufen hat.

Beim Brunnenfest hat es ihr auch gefallen, dass ihr Wohnungstausch geklappt hat und sie während des Festes direkt am Marktplatz wohnen konnte. Ein besonderer Moment war die Brunneneinweihung in Stierstadt. Hier hat es ihr besonders viel bedeutet, dass Ex-Brunnenkönigin Christine III. dabei war, mit der sie sich den Brunnen teilt.

Das Paar nahm etwa 150 Termine wahr, darunter auch Auslandsreisen: In Ursem überraschte Tanja René mit einer Rede auf Holländisch. Sie waren auch in Épinay-sur-Seine. Tanja hat außerdem mit der Stadt Oberursel Nam-gu in Ulsan, Südkorea, besucht. Die Brunnenkönigin war bei vielen Gelegenheiten in Oberursel auch selbst aktiv: Sie fuhr mit einer Seifenkiste, fiel beim Fischerstechen ins Wasser und spielte Akkordeon.

Während ihrer Amtszeit haben drei Termine sie besonders berührt. Neben dem Besuch beim Schützenverein, bei dem der Hausmeister für sie gesungen hat, waren es zwei traurige Anlässe: der Abschied von Jörg Steden und der Besuch im Hospiz Sankt Barbara. Dort gab es eine Bewohnerin, die unbedingt in ihren letzten Tagen noch die Brunnenkönigin treffen wollte. Tanja hat ihr diesen Wunsch erfüllt.

Die schönsten Termine waren die „Heimspiele“, vor allem in Stierstadt, sagte das Paar. Für René war es etwas Besonderes, als seiner Königin das Bachrecht am Wetebrunnen verliehen wurde. Anschließend folgte der Hausschlappenweitwurf. „Es gibt viele verrückte Dinge hier in Oberursel“, sagte Tanja dazu.

Und dann gab es diesen Moment im Maislabyrinth, als die Krone kaputt ging, daran kann sich das Paar gut erinnern.

Tanja hat ihre Besuche oft in kurzen Videos auf ihrem Instagram-Kanal festgehalten. Dafür wurde sie vom Vereinsring gelobt: „Bessere Werbung für die Vereine hätten wir nicht haben können“, sagte stellvertretende Vorsitzende Christine Förder. Nun freut sich das Brunnenpaar, mehr Zeit für seine Familien, Partys und Ehrenämter zu haben.



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