Oberursel (ow) –Am Montagabend, 20. Juli, gelang es Telefonbetrügern, in Oberursel (Innenstadt) Schmuck zu erbeuten. Gegen 17 Uhr meldete sich die vermeintliche Polizei telefonisch bei einer Rentnerin und teilte ihr mit, dass ihre Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe und nun eine Kaution fällig sei. Durch ihre geschulte Gesprächsführung wirkten die Täter so überzeugend, dass es gegen 17 Uhr nahe dem Epinayplatz zur Übergabe von Schmuck kam. Leider fiel der Betrug erst auf, als die Täter bereits über alle Berge waren. Nun ermittelt die Kriminalpolizei und fahndet nach den Tätern. Der Schmuckabholer war 30 bis 35 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß, schlank und hatte blonde Haare. Er trug eine grün-bräunliche Jacke und sprach Hochdeutsch. Mögliche Hinweise nimmt die Polizeistation Oberursel unter der Rufnummer 06171 6240–0 entgegen.
Wichtige Hinweise der Polizei
So lässt sich sicherstellen, dass tatsächlich mit der Polizei gesprochen wird: Wird jemand von einer angeblichen Polizeibeamtin oder einem angeblichen Polizeibeamten angerufen und werden dabei persönliche Daten, Informationen zu Vermögenswerten oder andere sensible Angaben abgefragt oder Handlungen verlangt, sollte man sich zunächst vergewissern, dass es sich tatsächlich um die Polizei handelt. Das Gespräch ist zu beenden, anschließend sollte selbst der Notruf 110 oder die Rufnummer der örtlich zuständigen Polizeidienststelle gewählt werden. Dabei ist ausschließlich eine Telefonnummer zu verwenden, die selbst recherchiert wurde. Erst wenn auf diesem Weg zweifelsfrei feststeht, dass mit der Polizei gesprochen wird, können weitere Absprachen – etwa vereinbarte Codewörter – als zusätzliches Erkennungsmerkmal sinnvoll sein.
Und ganz wichtig: selbst auflegen!
Das Gespräch ist immer selbst zu beenden, indem aktiv aufgelegt wird. Es sollte nicht darauf vertraut werden, dass die anrufende Person das Gespräch beendet hat oder dass die stille Leitung bedeutet, die Verbindung sei bereits getrennt. Selbst auflegen und anschließend – wenn der Anruf überprüft werden soll – die Rufnummer der zuständigen Polizeidienststelle wählen.
Hintergrund: Die Betrüger erwecken den Eindruck, das Gespräch sei bereits beendet, obwohl die Verbindung tatsächlich noch besteht. Wer in dieser Situation die 110 wählt, ohne zuvor selbst aufgelegt zu haben, kann weiterhin mit den Betrügern verbunden sein. Diese geben sich dann als polizeilicher Notruf aus und setzen ihre Täuschung fort. Deshalb ist jedes verdächtige Telefonat immer selbst aktiv zu beenden, bevor die Polizei oder eine andere Stelle angerufen wird.