Ausflug der Kronberger Sängerfamilie in den Hunsrück

Die Wandergruppe an der Hängebrücke „Geierlay“

Foto: privat

Kronberg (kb) – 42 Sänger mit Frauen und Befreundeten machten sich kürzlich bei strahlendem Sonnenschein auf, den Hunsrück besser kennenzulernen. Um 10 Uhr startete dort nach Ankunft die Führung im Schloss Dhaun mit kleinem Umtrunk mit ersten Gesängen im Schlosshof. Weiter ging es zur Stiftskirche St. Johannisberg, wo die Sänger des Männergesangvereins 1860 Kronberg ein sehr ergreifendes „Morgenrot“ zum Besten gaben. Auf dem „Hunsrück Sky Walk“ konnte dann auf den Steinbruch von Kirn und die Nahe, 60 Meter tiefer, hinabgeblickt werden. Beim Schwenkerbraten wurde sich von den Strapazen erholt, bevor es weiter nach Idar-Oberstein in die Edelsteinminen des Steinkaulenbergs ging. 12 bis 14° Celsius ist es durchschnittlich in den Stollen und so konnten die Drusen und Mandeln mit Achat, Carneol und Bergkristall im Berg entspannt besichtigt werden. Um so schlimmer fühlte sich die Rückkehr auf die Erdoberfläche mit ihren 35° Celsius an.

Die letzte Station des Tages war ein schönes Hotel in der Nähe des Flughafens Hahn. Bei einem leckeren Abendessen auf der Terrasse nahm der Abend, garniert mit einigen Liedern und viel Flüssigkeit, seinen weiteren Verlauf.

Es ging früh ins Bett, denn schon um halb acht gab es wieder auf der Terrasse ein ausgiebiges Frühstück. Bei dem sehr schönen und heißen Wetter wollten die Ausflügler frühzeitig an der neuesten Attraktion des Hunsrück, der Hängebrücke „Geierlay“ sein. Einige der Mitfahrer wollten nicht den zwei Kilometer langen Fußweg zur Brücke mitmachen und fuhren zu einer Stadtführung nach Kastellaun. Die, die den Fußweg durch den Wald bei brütender Hitze wagten, wurden mit der längsten Hängebrücke Deutschlands belohnt, auf der sie hoch über dem Boden den Ausblick genießen konnten. Etwas wackelig und ganz schön hoch über dem Boden machte jeder seine eigenen Erfahrungen mit der Angst. Aber schon ging es auch zurück und der Bus brachte die Gruppe nach Kastellaun, wo ein leckeres Mittagessen in einer schönen alten Scheune auf die gut gelaunte Gruppe wartete. Hier wurde gemeinsam beschlossen, bei der Hitze nicht nach Bingen zu fahren, sondern in Bad Sobernheim in den Hochwildpark zu gehen. Die Idee war gut, denn im Schatten der Bäume und bei den vielen Tieren war es sehr entspannt. „Da wir bei den Eintrittspreisen gut behandelt wurden, sangen wir den Angestellten ein Ständchen, das sehr erfreut und dankbar entgegengenommen wurde“, berichtet einer der Sänger.

Die letzte Etappe der Reise führte den MGV in ein schönes Lokal in Hochheim, wo gleich wieder gegessen, getrunken und gesungen wurde. Nach diesem rundum gelungenen Ausflug wurde dem Organisator der Reise, dem zweiten Tenor Alfred Vogt, auf der Heimfahrt entsprechend mit einem Getränk aus dem Hunsrück gedankt. Im nächsten Jahr, beim 160. Jubiläum, will der Männergesangverein 1860 Kronberg erneut eine Fahrt anbieten. Ob das vor oder nach der Jubiläumsfeier stattfindet, steht noch nicht fest.

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