Thorsten Schorr ist bereit für den Kreis

Thorsten Schorr stellt sich am 1. Juli der Wahl zum Ersten Kreisbeigeordneten. Foto: js

Hochtaunus (js). Die CDU hat gerufen, Thorsten Schorr ist bereit. Der Oberurseler Stadtkämmerer mit mehr als 20-jähriger parteipolitischer Erfahrung in Diensten der CDU wird am 1. Juli für das Amt des Ersten Kreisbeigeordneten kandidieren. Die CDU-Kreistagsfraktion hat ihn vergangene Woche einstimmig gebeten, er möge sich für die Nachfolge des Parteifreunds Uwe Kraft bewerben. So formulierte es der Fraktionsvorsitzende und Sprecher der Findungskommission Gregor Sommer am Tag darauf in einem Pressegespräch. In der offiziellen Verlautbarung zur Bewerbung heißt es gar, die CDU habe Schorr „aufgefordert“, sich für die wichtige Position in der Kreispolitik zu bewerben. Er sei der „geeignete, kompetente Mann“ für den Job.

Thorsten Schorr ist bereit für die Herausforderung. Bei der Fraktion, die ihn schließlich einstimmig nominierte, bedankte er sich für die „Würdigung und die Wertschätzung meiner Arbeit“. Der Amtsantritt, der bei einer erfolgreichen Wahl am 1. Januar 2020 vorgesehen ist, wäre für den im Oberurseler Ortsteil Weißkirchen beheimateten Schorr ein schönes Geschenk zum 50. Geburtstag im gleichen Monat. Die passende Zeit für einen Neuanfang, so sieht das der Kandidat. „Mal auf der anderen Seite des Tisches sitzen“, das kann sich der Bankkaufmann und Bankfachwirt gut vorstellen. In Oberursel verwaltet er seit neun Jahren den städtischen Haushalt und hat dabei durchaus auch Erfolge vorzuweisen, in ebenfalls neun Jahren als Vorsitzender des CDU-Stadtverbands hat er stets die Loyalität bewiesen, die Gregor Sommer nun einfordert und Schorr bereit ist zu liefern.

Im Kreistag kennt man Thorsten Schorr seit der Kommunalwahl 2016, von Platz 40 auf der Liste der CDU wurde er da auf Platz 14 hochkumuliert. Nun sind sich Fraktion und die Partei mit ihrem Vorsitzenden Jürgen Banzer (ebenfalls aus Oberursel) einig, dass mit Landrat Ulrich Krebs (ebenfalls CDU) und Schorr ein „gutes Team“ an der Kreisspitze stehen würde, das den „Hochtaunuskreis weiter nach vorn bringen kann“. Worum geht es noch? Wege aufzeigen zur Kommunalwahl 2021 und dafür eine gute Mannschaft in Position zu bringen. Dritte im Bunde an der Kreisspitze soll die Sozialdemokratin Katrin Hechler (SPD) bleiben. So hat es die Koalition aus CDU und SPD beschlossen, in der die CDU das Vorschlagsrecht bei der Besetzung des Postens des Ersten Kreisbeigeordneten genießt, die SPD wiederum die dritte Person im Triumvirat ins Rennen schicken darf. Dass Hechlers Amtszeit verlängert wird, ist ausgemachte Sache, im Kreistag wurde dies ebenfalls vergangene Woche mit 39 zu 27 Stimmen beschlossen. Einen Gegenkandidaten soll es nicht geben.

„Wir haben mit Thorsten Schorr einen, geeigneten, fachlich qualifizierten und führungserfahrenen Kandidaten gefunden“, sagte Gregor Sommer. Mit ihm in neuer Funktion werde die Union den „erfolgreichen Weg im Hochtaunuskreis fortsetzen“. Der Digitalisierung der Verwaltung soll ein besonderes Augenmerk gelten, der Zuschnitt der Bereiche, für die der Finanzfachmann zuständig sein könnte, stehe aber noch nicht fest. Die aktuelle Situation im Lande nach der millionenfach geteilten Kritik eines You-Tubers an der CDU wurde beim Pressetermin nur auf Nachfrage gestreift. „Es müssen Leute da sein, die diese Sprache verstehen und darauf reagieren können. Wir müssen neue Wege finden, an die Generation heranzukommen“, so Sommer. Es gebe „Nachholbedarf im jungen Denken“. Dazu nickt auch der Parteivorsitzende Jürgen Banzer.

In die Wahl am 1. Juli geht die CDU guten Mutes, die Leader sehen die Koalition mit nur knapper Mehrheit als ,sehr geschlossen‘. Kandidat Schorr hat das zuletzt in seiner Heimatstadt Oberursel anders erlebt, als er in einer denkwürdigen Wahlnacht als Mann der CDU/SPD-Koalition bei der Wahl zum Ersten Stadtrat durchfiel, weil die Reihen plötzlich nicht mehr geschlossen waren. Jenen Schock und die beiden Niederlagen gegen Hans-Georg Brum (SPD) bei Bürgermeisterwahlen habe er als „guter Demokrat akzeptiert“ und längst überwunden, versicherte Schorr. Nun ist er wieder bereit für den neuen Horizont.

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