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Schwalbach/Eschborn (sz). Eine Bühne, randvoll mit Keyboards und E-Pianos, und überall wuseln aufgeregt große und kleine Schülerinnen und Schüler durch das Schwalbacher Bürgerhaus – das kann nur eines bedeuten: Die Musikschule Taunus veranstaltet wieder ihren „Tastentag“. Am Samstag trafen sich rund 70 Kinder und Jugendliche, um gemeinsam mit ihren Lehrkräften ein abwechslungsreiches Konzert auf über 1.000 Tasten zu präsentieren.
Natürlich hatten sie sich schon seit Wochen und Monaten allein und in kleineren Gruppen darauf vorbereitet. Auch die drei Wochenend-Termine, an denen die Stücke für das große Tastenorchester geprobt wurden, hatten viele wahrgenommen. Mit nahezu 300 Schülerinnen und Schülern zählen Klavier und Keyboard weiterhin zu den beliebtesten Instrumenten an der Musikschule Taunus. Doch meist spielen Pianistinnen und Pianisten allein – ein Umstand, dem der alle zwei Jahre stattfindende Tastentag bewusst entgegenwirken soll.
Musiziert wurde in unterschiedlichen Ensemble-Formationen an Klavier und Keyboard: mal zu dritt, zu viert oder mit noch mehr Händen, teils ergänzt durch Glöckchen, Cajón und andere perkussive Instrumente. Mal hörte man Tschaikowskis „Dornröschen“, aufgeführt vom großen Tastenorchester, oder den achthändig gespielten „Tanz der Rohrflöten“, mal moderne Arrangements wie das schwungvolle „Takatschika“ des aus der Musikschul-Arbeit nicht mehr wegzudenkenden Schweizers Daniel Hellbach. Hier waren solistische Passagen für „Saxophon“ und „Flöte“ zu hören, aber auch virtuose Soli von Emanuel Matani und Karl McCreight, die sich im fliegenden Wechsel am Keyboard abwechselten.
Ein eindrucksvolles Bild und ein klangliches Erlebnis boten außerdem fünf Spielerinnen und Spieler, die gleichzeitig am Flügel „Water Come a Me Eye“ spielten. Wer die Instrumentaltage der Musikschule Taunus besucht, darf sich immer auch auf eine Darbietung der Lehrkräfte freuen: Diesmal waren Svetlana Grodzenski, Martin Kliem, Emanuel Matani und Daniela Saavedra mit einem besonderen Arrangement des Queen-Klassikers „Bohemian Rhapsody“ zu hören. Der eindrucksvolle Vortrag wurde vom Publikum mit begeistertem Applaus honoriert. Einer der musikalischen Höhepunkte war schließlich das für das Tastenorchester arrangierte Stück „Cantaloop (Flip Fantasia)” von „Us3“. Mit seiner Mischung aus Jazz und Rap sorgte es für große Aufmerksamkeit. Zwei Schüler bewiesen dabei, dass auch Schlagzeug live auf dem Keyboard gespielt werden kann, und Martin Kliem übernahm selbst den Live-Rap-Part und setzte damit einen markanten Schlusspunkt des Konzerts.
Mit dem Tastentag bekamen die Zuhörer einen Einblick in die Breite und Qualität der musikalischen Arbeit an der Musikschule Taunus. Die nächste große Veranstaltung vor der Sommerpause wird am Samstag, 28. Juni der Gitarrentag sein – ebenfalls im Bürgerhaus Schwalbach. Das Abschlusskonzert findet um 17 Uhr statt.
Dicht an dicht saßen die jungen Musikerinnen und Musiker beim Tastentag der Musikschule Taunus beim Tastentag im Schwalbacher Bürgerhaus.Foto: Musikschule Taunus
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