Schwalbach (sz) – Mit Ausstellungen, Vorträgen, Workshops und Mitmachaktionen widmet sich die Stadt Schwalbach vom 10. September bis 21. Oktober dem Schutz von Bächen, Flüssen und Meeren. Unter dem Titel „Blaue Wunder“ gibt es Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Den Auftakt macht eine Ausstellung im Glaskubus im Limes-Einkaufszentrum. Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Ebert-Schule haben sich während einer Projektwoche mit sogenannter „Fast Fashion“ und deren Auswirkungen auf Gewässer beschäftigt. Ihre Ergebnisse sind im Glaskubus bis zum 28. September, zu sehen.
Vom 16. September bis 14. Oktober informiert die Ausstellung „Eingetaucht – Vielfalt in unseren Meeren“ im Bürgerhaus über die Tier- und Pflanzenwelt von Nordsee und Ostsee. Am Mittwoch, 16. September, spricht zur Eröffnung Andreas Gräfe vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) außerdem über Gewässer als Lebensraum. Für Schulklassen beginnt der Vortrag um 10 Uhr. Um 19.30 Uhr gibt es einen weiteren Vortrag für alle Interessierten im Raum 1 im Bürgerhaus.
Auch moderne Technik kommt zum Einsatz. Am Donnerstag, 17. September, können Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse mit „Virtual-Reality“-Brillen einen virtuellen Tauchgang durch die Meere unternehmen. Dafür ist eine Anmeldung bis Dienstag, 15. September, per E-Mail an jugendbildungswerk[at]schwalbach[dot]de erforderlich.
Gemeinsam die Bäche reinigen
Praktisch wird es am Samstag, 19. September. Von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr sollen anlässlich des „World Clean-Up Days“ die Schwalbacher Bäche von Abfällen befreit werden. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am Angelteich im Stadtwald nahe der Landesstraße 3015. Von dort ziehen die Helferinnen und Helfer in kleinen Gruppen los, um Müll an Ufern und Böschungen einzusammeln.
„Saubere Bäche und Ufer sind ein Stück Lebensqualität für Schwalbach“, sagt Bürgermeister Thomas Milkowitsch. Mit der Aktion wolle die Stadt zeigen, „dass wir unsere Umgebung gemeinsam gestalten und Verantwortung übernehmen“. Nach Angaben des städtischen Umweltschutzbeauftragten Maximilian Schneider finden sich an den Gewässern neben kleinerem Abfall immer wieder Autoreifen oder Einkaufswagen. Auch kleine Müllteile könnten Tiere und Pflanzen gefährden. „Mit jedem entfernten Stück Müll leisten wir einen aktiven Beitrag zum Gewässerschutz“, sagt Maximilian Schneider.
Mülltüten, Arbeitshandschuhe und Greifzangen werden gestellt. Die Stadt empfiehlt festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Gegen 11.30 Uhr endet die Aktion an der Alten Schule in der Schulstraße 7 mit einem kleinen Imbiss.
Einzelpersonen und kleinere Gruppen müssen sich nicht anmelden. Gruppen ab zehn Personen sollen sich unter der Telefonnummer 06196-804243 oder per E-Mail an jugendbildungswerk[at]schwalbach[dot]de anmelden.
Planspiel Wasserkraft
Am selben Tag beginnt um 12 Uhr in der Lernwerkstatt im Atrium am Westring 3 ein Planspiel zur Wasserkraft. Jugendliche ab 14 Jahren übernehmen dabei die Rollen von Befürworterinnen und Befürwortern sowie Gegnerinnen und Gegnern eines fiktiven Wasserkraftwerks. Schauplatz des Planspiels „Staudammstreit in Unyaku“ ist das fiktive Land Unyaku. Dort soll über den Bau eines Wasserkraftwerks entschieden werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer übernehmen unterschiedliche Rollen und vertreten die Interessen der Befürworter und Gegner des Vorhabens. Dabei geht es unter anderem um nachhaltige Energiegewinnung, Umweltschutz, wirtschaftliche Interessen und globale Gerechtigkeit. „Ein solches Planspiel bietet die Möglichkeit, politische Entscheidungsprozesse praxisnah auszuprobieren und die eigene Argumentationsfähigkeit zu stärken“, sagt Bürgermeister Thomas Milkowitsch.
Die Teilnahme ist kostenlos und eine Anmeldung nicht erforderlich. Getränke und ein kleiner Imbiss werden angeboten.
Fotoausstellung und mehr
Weitere Veranstaltungen folgen bis zum 21. Oktober. Dazu zählen eine Fotoausstellung über die Schwalbacher Bäche und den Eichendorffweiher, mehrere Vorlesestunden in der Stadtbücherei, ein Ausflug ins Senckenbergmuseum und ein weiterer virtueller Tauchgang. Am Mittwoch, 14. Oktober, spricht Jörg Oehlmann von der Goethe-Universität Frankfurt zum Abschluss der Ausstellung über die Folgen giftiger Zinnverbindungen aus Schiffsanstrichen für die Meere.
