Schwalbach (MS) – Die Wasserversorgung Main-Taunus (WMT), die das Schwalbacher Naturbad betreibt, bekommt die Wasserqualität weiter nicht in den Griff. Am Mittwoch vergangener Woche mussten erneut das Schwimmer- und das Nichtschwimmerbecken geschlossen werden.
Grund war wiederum eine Belastung mit E.-Coli-Bakterien, die über den zulässigen Grenzwerten für Naturbäder lag. WMT-Geschäftsführer Kai-Thorsten Lorenz muss jetzt im Ausschuss für Bau, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz antreten und den Stadtverordneten aus erster Hand über die Probleme im Naturbad berichten.
Hintergrund ist wie berichtet ein Antrag von „FDP & Freie Bürger“. Danach soll die Stadtverwaltung prüfen, welche Maßnahmen erforderlich sind, um das Schwalbacher Schwimmbad im Sommer dauerhaft nutzbar zu machen. Vor zwei Wochen stand der Antrag erstmals zur Beratung an. Die Mehrheit der Ausschussmitglieder sprach sich dafür aus, den Antrag zurückzustellen und zunächst WMT-Chef Kai-Thorsten Lorenz zu befragen.
In diesem Sommer mussten das Schwimmer- und das Nichtschwimmerbecken schon mehrfach geschlossen werden, weil Wasserproben die zulässigen Grenzwerte überschritten hatten. Ähnliche Probleme hatte es bereits im vergangenen Jahr gegeben. Wurde zunächst der Kot von Nilgänsen für die erhöhten E.-Coli-Werte im Wasser verantwortlich gemacht, bestehen die Probleme nun fort, obwohl die Gänse weitgehend vertrieben sind.
Dabei hatte die WMT vor der Saison 400.000 Euro investiert, die letztlich die Stadt bezahlen musste. Das Nichtschwimmerbecken und der biologische Reinigungsbereich wurden saniert.
In der Ausschusssitzung wollte Michael Müller von „FDP & Freie Bürger“ die notwendigen Untersuchungen bereits auf den Weg bringen. Die Fraktion wolle „möglichst schnell eine Grundlage haben“, um über das weitere Vorgehen entscheiden zu können. Der Prüfauftrag solle ausdrücklich „ergebnisoffen“ sein.
Die Mehrheit wollte aber schon vor einer Abstimmung über den Prüfantrag zunächst weitere Informationen einholen. „Wir wollen auch eine schnelle Lösung“, sagte Thomas Scherer von der CDU. Bevor eine umfangreiche Untersuchung beauftragt werde, sollten alle Beteiligten den gleichen Kenntnisstand haben. Zur nächsten Sitzung des Bauausschusses am Mittwoch, 16. September, sollen daher auch die übrigen Stadtverordneten eingeladen werden.
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