Schüler zeigen, was sie wütend macht

Schwalbach (sz). 19 Schülerinnen und Schüler des zehnten Jahrgangs der Friedrich-Ebert-Schule (FES) haben Ende Februar an einer Projektwoche mit Aktionskunst und Theater teilgenommen. Anlass war das zehnjährige Bestehen der Kooperation der Schule mit dem Festival „Starke Stücke“.

Zwei Aktionskünstlerinnen der Initiative „Radikale Töchter“ und zwei Theaterpädagoginnen des Festivals arbeiteten mit den Jugendlichen. Koordiniert wurde das Projekt von FES-Lehrerin Lisa-Marie Mähringer-Kunz. Ausgangspunkt der Arbeit war die Frage „Was macht dich wütend?“. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten dazu eigene Beiträge aus Aktionskunst und Theater. Die Themen reichten vom Selbstbestimmungsrecht von Frauen bei Schwangerschaftsabbrüchen über steigende Verbraucherpreise bis zu schulischen Fragen. Einige Gruppen beschäftigten sich mit Rassismus im Alltag. Andere thematisierten den Wunsch nach einem weniger dicht getakteten Schulalltag und danach, dass Lehrerinnen und Lehrer stärker auf die Individualität der Schülerinnen und Schüler eingehen.

Zum Abschluss der Projektwoche präsentierten die Jugendlichen ihre Arbeiten vor Gästen des Festivals „Starke Stücke“, Lehrkräften der Schule sowie vor Cedric Lütgert und Natalie Kohl vom hessischen Kultusministerium. Schulleiter Felix Blömeke würdigte die „mutigen und kreativen Präsentationen“ der Schülerinnen und Schüler.

Lisa Mähringer-Kunz betonte, dass die von den Jugendlichen angesprochenen schulischen Themen ernst genommen würden. Man wolle im Anschluss an das Projekt gemeinsam prüfen, wie sich einzelne Punkte verbessern lassen. Auch die Schülervertretung soll sich mit den Ergebnissen beschäftigen.

Nach Angaben der Schule bewerteten die Teilnehmenden den Workshop positiv. Sie hätten erlebt, dass ihre Anliegen gehört werden und ihre Stimmen Gewicht haben. Ziel des Projekts sei es gewesen, demokratische Teilhabe zu stärken und Jugendliche zu ermutigen, Missstände anzusprechen.

Mit dem Thema Rassismus hatten sich drei Schüler des zehnten Jahrgangs befasst. Sie führten ihre Zuschauer vor der Performance kurz in ihre Aktionskunst ein.Foto: FES



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