Steinbach (stw). In einer feierlichen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde Bürgermeister Steffen Bonk vor Kurzem offiziell in seine zweite Amtszeit eingeführt. Nach der Beschlussfassung über die Gültigkeit der Wahl vom 23. Februar erfolgte die offizielle Verpflichtung durch Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Galinski, der auch die Amtskette umhängte. Die Ernennungsurkunde wurde von Erstem Stadtrat Lars Knobloch verlesen. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft waren der Einladung zur Amtseinführung gefolgt. Musikalisch wurde der Festakt vom Gesangverein Frohsinn 1841 Steinbach und dem Duo Clemens Mohr (Violoncello) und Ellen Breitsprecher (Flügel) begleitet. Nach der Vereidigung war das Rednerpult dem alten und neuen Bürgermeister Steinbachs freigegeben. Steffen Bonk begrüßte in seiner Antrittsrede die Ehrengäste und Bürger und dankte beeindruckt und demütig den Wählern für ein Ergebnis von rund 80 Prozent. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich heute so nervös vor Ihnen stehe“, gab Bonk zum Beginn der Rede offen zu. Bei Direktwahlen gibt es kein „Verstecken“, die Wähler bewerten die Person, deren bisherige Leistungen sowie das Angebot für die kommenden Jahre, sagte Bonk, der sich seiner Worte durchaus bewusst war. Er dankte auch seinem Gegenkandidaten Helmut Jimenez für seine Bereitschaft der Kandidatur. „Die Steinbacherinnen und Steinbacher hatten eine wirkliche Wahl und ich selbst eine Motivation für den Wahlkampf“, erklärte Bonk.
Rückblick und Ausblick
Für die Ausrichtung des Abends, die Vereidigung im Rahmen der Stadtverordnetenversammlung, verbunden mit einem feierlichen Akt, dankte er besonders Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Galinski und Erstem Stadtrat Lars Knobloch. „Keine Selbstverständlichkeit, dass diese zweite Amtszeit in diesem Rahmen stattfindet“, betonte Stefen Bonk. Der Rathauschef gab einen Rückblick der letzten sechs Jahre und einen Ausblick auf die weitere Amtszeit, in der er auch Projekte, die er angestoßen hat, weiter vorantreiben will. „Ich werde häufig gefragt, ob das Amt ‚Spaß mache‘, ein deutliches Zeichen ist mein Antritt zu Wiederwahl. Mit der ersten Wahl wurde ich mit Herzblut Steinbacher und Freundschaften sind hier entstanden. Das Amt macht mir viel Freude. Ich darf Gestalter sein, Begegnungen begleiten, und es ist ein stetiges Zusammenbringen von Menschen und Ideen. Ein Amt, welches mich 24/7 begleitet“, was Bonk mit einem Augenzwinkern auf seinen ehemaligen Amtskollegen Klaus Temmen, der ihm diese „Rund-um-die-Uhr-Aufgabe“ prophezeite, anmerkte. Einen besonderen Dank richtete Bonk daher auch an seine Familie, Freude und Lebenspartnerin, die hinter ihm stünden, für ihn da seien und mit Geduld auf ihn warteten, wenn wieder mal ein Termin länger dauere oder der Bürgermeister während eines privaten Essens in Steinbach angesprochen werde. Viele Projekte der vergangenen und kommenden Jahre erwähnte Bonk in seiner Rede, von Bauprojekten, Starkregen mit unvorhergesehenen Ereignissen, Finanzen, Förderprogrammen und gesellschaftlichen Zusammenkünften. „Gemeinsam geht vieles besser und einfacher“, befand Bonk, der sich sehr dankbar zeigte, dass sich auch Freundschaften aus den Reihen der Politik entwickelt hätten. „Steinbach hat nicht die besten Voraussetzungen, aber wir machen etwas daraus – gemeinsam“, bekräftigte Bonk, er werde sein Amt so weiterführen wie bisher.
Es folgten die Reden der Ehrengäste, die allesamt voll des Lobes für Bonk waren. Landrat Ulrich Krebs brachte die Biografie von Angela Merkel mit, als Zeichen einer starken Politik und Dr. Jürgen Dieter, Geschäftsführender Direktor des Hessischen Städtetages hatte lobende Worte in den herausfordernden Zeiten im Gepäck. Stellvertretend für die Bürgermeister des Hochtaunuskreises fand Christoph König, Bürgermeister der Stadt Kronberg, anerkennende Worte. Eigens angereist waren aus der Partnerstadt Steinbach-Hallenberg Bürgermeister Markus Böttcher und sein Burgvogt Stephan Herwig. Eine Städtepartnerschaft die ihresgleichen sucht. Der Burgvogt bekräftigte stolz, dass Steinbach zwar keinen eigenen Burgvogt habe, er, der Burgvogt, dafür aber zwei Steinbachs. Die Männer übereichten Bonk den „Schdaaimichler Schmiedenagel“ der Partnerstadt Steinbach-Hallenberg mit den Worten: „Damit Du immer ‚Nägel mit Köpfen‘ machst und immer den ‚Nagel auf den Kopf‘ triffst.
Die Redner der im Stadtparlament vertretenen Parteien, Laura Jungeblut für die FDP, Moritz Kletzka für die SPD, Christian Breitsprecher für die CDU und Sabine Schwarz-Odewald für die Grünen brachten in ihren Reden zum Ausdruck, dass sie sich auf die weitere Zusammenarbeit freuen würden. Jungeblut brachte es kurz auf den Punkt: „Wenn mich Freunde fragen, wie ist euer Bürgermeister denn so? Dann sage ich ‚Cool und was er alles weiß‘!“
Zeichen des Zusammenhalts waren sicherlich auch die Reden aller drei Religionsgemeinschaften in Steinbach. Der evangelische Pfarrer Herbert Lüdtke, der katholische Pastoralreferent Christoph Reusch und der Imam Taher Nawaz vom Institut für Islamstudien. Und diesen Zusammenhalt bekräftigte als Vorsitzender des Vereinsrings auch Kai Hilbig in seinen Worten, der das Zusammenspiel mit den Vereinen zum Wohle dieser Stadt herausstellte.
Besondere Worte fand in seiner Laudation Erster Stadtrat Lars Knobloch. Den Worten war deutlich die tiefe Verbundenheit beider Männer anzumerken. Die Ämter verbinden politisch, doch daraus entstand eine tiefe Freundschaft. Mit einem Augenzwinkern machte er auf „die einzige Schwäche“ des Bürgermeisters aufmerksam: die Pünktlichkeit. Ein schmunzelndes Raunen ging durch die Reihen, was einem großen Lachen weichen musste, als Knobloch Bonk als Geschenk eine Kuckucksuhr im Steinbacher Design um den Hals hing.
Die Reihen der Redner schloss Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Galinski mit lobenden Worten und eröffnete das Buffet zum Abschluss des Abends.
Eine gelungene zweite Amtseinführung für Bürgermeister Steffen Bonk.Fotos: Gruber
Musikalisch wird der Abend unter anderem vom Gesangsverein Frohsinn begleitet.