Libanon-Zeder auf dem Steinbacher Friedhof gepflanzt

Steinbach (stw) Am 27. März wurde auf dem muslimischen Teil des Steinbacher Friedhofs ein stilles, aber tief symbolisches Zeichen gesetzt: Eine Libanon-Zeder wurde gepflanzt – als Baum des Friedens, der Erinnerung und der Hoffnung. Die Baumpflanzaktionen der Ahmadiyya Muslim Jamaat-Gemeinde wurden initiiert von Ihrer Organisation vor 13 Jahren und hat unter Ihrer Leitung in Deutschland bereits über 15.000 Bäume in mehr als 470 Städten gepflanzt.

Im Zentrum der Veranstaltung standen nicht nur Worte, sondern auch Gesten. Bürgermeis-ter Steffen Bonk begrüßte die Gäste mit herzlichen Worten. Er bedankte sich ausdrücklich bei der Ahmadiyya Gemeinde und betonte, dass die Libanon-Zeder, die heute in Steinba-cher Erde gepflanzt werde, „nicht nur Wurzeln im Boden schlagen soll, sondern auch ein Zeichen für das Wurzelschlagen der Gemeinde in der Stadtgesellschaft sei – ein Symbol für das, was bereits gelebt wird: Integration, Dialog und gegenseitiger Respekt. Der Baum wird nun seine Wurzel hier schlagen, was sinnbildlich die Ahmadiyya und alle anderen Zugewanderten symbolisiert.“

Er lobte die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Gemeinde und würdigte auch die Beteiligung engagierter Mitstreiter in der Stadtverwaltung: Lars Knobloch, Erster Stadtrat, der regelmäßig Fragen der Integration begleitet, Alexander Müller, Leiter des Amts für Stadtentwicklung, der die Idee zur Verwendung der Libanon-Zeder ins Spiel gebracht und die Friedhofsaktion organisiert hatte, sowie Philipp Reuss von der Firma GalaBau Reuss, dessen Team nicht nur diesen Baum, sondern auch viele andere in Steinbach gepflanzt hat. „Dieser Baum wird wachsen, gedeihen und Generationen überdauern“, sagte Bonk zum Abschluss.

Auch Imam Hamza Ahmad richtete das Wort an die Anwesenden. Er dankte dem Bürger-meister für die Einladung und betonte, wie bedeutsam es sei, dass eine muslimische Ge-meinde gemeinsam mit der Stadt ein solches Zeichen setzen dürfe. „Der Friedhof ist ein Ort der Stille, aber auch der Hoffnung“, sagte er. „Die Verstorbenen mögen ruhen, doch ihre Werte und ihr Vermächtnis leben weiter. Dieser Baum ist ein Sinnbild für die Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.“

„Ökologischer und spiritueller Akt“

Er verwies auf eine Aussage des Propheten Muhammad (Friede und Segen seien auf ihm), der sagte: „Wenn ein Muslim einen Baum pflanzt und Mensch, Tier oder Vogel davon Nutzen zieht, so ist dies als eine wohltätige Spende.“ Das Pflanzen sei also nicht nur ein ökologischer, sondern auch ein spiritueller Akt.

ie Ahmadiyya Gemeinde, so erklärte Imam Hamza, verstehe Umweltschutz als Teil ihrer religiösen Praxis – und wolle mit dieser Aktion ein Zeichen für Mitverantwortung, Nachhaltigkeit und interreligiöses Miteinander setzen.



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