Steinbach (stw). Katastrophen sind heute fast schon an der Tagesordnung. Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sehen sich vor ständig wachsenden Herausforderungen, sich für immer komplexer werdende Schadenereignisse zu rüsten. Dazu braucht es aktive, ehrenamtliche Mitglieder in den Bereitschaften der Ortsvereinigungen, aber auch Fördermitglieder, die mit ihren Beiträgen dafür sorgen, dass die Helfer mit der notwendigen Ausrüstung, aber auch Ausbildung für ihre Einsätze vorbereitet sind. Auch beim DRK Hochtaunus wachsen die Anforderungen an die ehrenamtlichen Helfer. Die gesellschaftliche Entwicklung führt zunehmend dazu, dass sich Menschen in ihrer eigenen Komfortzone von Einrichtungen wie den Hilfsorganisationen abwenden. Auch das DRK Hochtaunus hat einen beträchtlichen Mitgliederschwund zu verkraften.
„Es geht auch um die Wohlfahrts- und Sozialarbeit, die wichtige Aufgaben in der Gesellschaft übernimmt“, sagte Mark Henning, Ehrenamtskoordinator beim DRK Hochtaunus, kürzlich. Henning erläuterte die verschiedenen Projekte des Kreisverbandes, die nicht nur ehrenamtliches Personal, sondern auch finanzielle Ressourcen binden, etwa die Anschaffung eines Hochleistungsdrohnensystems, das inklusive hochauflösender Wärmebildkamera und bodengebundener, geländegängiger Einsatzmittel bei Personensuchen zum Einsatz kommt, aber auch das erst kürzlich in Dienst gestellte Herzenswunschmobil, das Menschen, die nicht mehr lange zu leben haben, einen letzten Ausflugswunsch erfüllen soll. DRK-Geschäftsführer Heiko Selzer machte deutlich, wie wichtig das Auffüllen der Mitgliederkartei für das DRK ist. Von einstmals 12 000 Mitgliedern seien derzeit nur noch rund 7000 übrig, „Der Mitgliederschwund entwickelt sich zu einem ernsthaften Problem, denn nur über die Mitgliedsbeiträge sowie Erlöse aus Sanitätsdiensten, Altkleidercontainern, Kleiderkammern und Spenden lassen sich die enorm wichtige Arbeit und die Ausbildung unserer vielen Ehrenamtlichen finanzieren.“
Günther Post, stellvertretender Vorsitzender der DRK-Ortsvereinigung Königstein, verwies auf die vielfältigen Aufgaben, denen sich die Mitglieder des Königsteiner DRK stellen. Dazu gehörten nicht nur die ehrenamtlich betriebene Kleiderstube, sondern auch die Schuldnerberatung sowie andere Aufgaben der Wohlfahrts- und Sozialarbeit. So gebe es bereits seit 1988 im 1902 erbauten „Spritzenhaus“ in der Altstadt einen von der Bevölkerung gut frequentierten und sehr geselligen Seniorentreff, „alles ehrenamtlich“, betonte Post. Wertvolle und wichtige Arbeit leiste natürlich auch die Bereitschaft der Ortsvereinigung.
Deshalb sei es wichtig, Menschen in einer Zeit, in der die ganze Welt durch Klimawandel und Kriege aus den Fugen zu geraten droht und in der auch hierzulande der Wohlstand inflationsgetrieben bröckelt, dazu zu bewegen, sich in einer Organisation wie dem DRK durch eine Fördermitgliedschaft zu engagieren, gerne mit großer Zuversicht. „Aus Liebe zum Menschen“ – lautet der Slogan den sich der DRK-Kreisverband selbst gegeben hat. Mehr Infos gibt es im Internet unter drk-hochtaunus.de. Wer sich engagieren möchte, findet dort alle Kontaktdaten.