Von Christine Fauerbach
Steinbach. Am Samstagabend verwandelte sich die Ortsmitte von Steinbach in ein tropisches Paradies. Die 20 aktiven Steinbacher Kerbeburschen hatten gemeinsam mit Sven Heinrich, Kerbebursch und Besitzer der „61 Bistro Bar“, die Bürger zum Sommer-Event an den Standort der Kerbegesellschaft zu einer karibischen Nacht eingeladen.
Die Party fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe Steinbach „Open Air“ statt, an der sich die Kerbeburschen zum dritten Mal erfolgreich beteiligten. Petrus steuerte die passenden Temperaturen bei, und die fünf Musiker der Friedberger Band „Kuranderos“ den perfekten, live gespielten Sound. Dank der von den Kerbeburschen für die Besucher gemixten fruchtigen Cocktails und den leckeren Snacks aus der Bistro-Küche stellte sich an den Tischen im Hof der Kirchgasse schnell tropisches Urlaubsflair ein. Bei der Band „Kuranderos“ handelt es sich um eine bekannte Latin-Coverband, die Rock und Reggae mit Son, Cha-Cha, Ska und Cumbia fusioniert und die pure Energie Lateinamerikas auf die Bühne bringt.
„Kuranderos“ begeistern Publikum
Die Bandmitglieder kommen aus Mexiko, Venezuela, Kolumbien und Deutschland. Der Bandname leitet sich vom spanischen Wort Curanderos ab. Es bezeichnet Heiler oder Schamanen in der traditionellen lateinamerikanischen Volksmedizin. Bandleader und Bassgitarrist Antonio Gomez übersetzt den Bandnamen mit „Die Heiligen“.
Mit ihm auf der Steinbacher Bühne standen Gitarrist Ivan Rodriguez, Schlagzeuger Gonzalo Delgado, Conny Montiel am Keyboard und Sängerin Sandra Romberger. Zum Repertoire ihres ersten Auftritts in Steinbach bei der „Karibik Night“ gehörten bekannte Lieder in Englisch und Spanisch. Das Repertoire umfasste Songs wie „Chan Chan“ vom Buena Vista Social Club, „Mama Africa“ von Chico Cesar und „El Cantante“ von Hector Lavoe bis zum Potpourri „Manu Chao“. Schnell sprang der magische Funke von der Bühne auf das begeisterte Publikum über.
Der Erlös aus der „Karibik Night“ fließt wie der von anderen Veranstaltungen der Kerbeburschen – wie das in Kooperation mit dem Rewe-Markt stattfindende Herbstfest oder die Beteiligung am Weihnachtsmarkt – in die Finanzierung der Kerb ein. „Ohne Gewinne gibt es keine Kerb“, sagt Sven Heinrich, der zu den Sponsoren des Festes gehört und im vergangenen Jahr einen Traktor zum Transport des Kerbebaumes finanzierte. Die Kerb ist in diesem Jahr für den 9. bis 13. Oktober geplant. Das Traditionsfest wird rund um den St.-Avertin-Platz am Bürgerhaus gefeiert.
Am Samstag wurden die Besucher der „Karibik Night“ mit Cocktails, Livemusik und der Übertragung des WM-Deutschlandspiels auf die Kerb im Herbst bestens vorbereitet.

