Sulzbach (gs) – Wer beim Adventsschießen des Sulzbacher Schützenvereins Punkte erzielen wollte, hat auch etwas Glück gebraucht. Denn normalerweise hat eine Scheibe, auf die mit dem Luftgewehr aus zehn Metern geschossen wird, Ringe um die „Schwarze 10“. Doch bei den Sulzbachern war das anders, mehr ein Advents-Glücksschießen. Auf der Scheibe lachte nämlich ein Schneemann mit Hut und Schal und um ihn herum fielen Flocken mit nummerierten Zahlen. Und genau die mussten getroffen werden. Aber es war nicht zu erkennen, was hinter der Zahl steckte, die man traf.
„Man muss nicht in die Mitte zielen, sondern an die Ränder“, erkannte einer der Teilnehmer recht schnell, denn die Flocken mit den Zahlen 1 bis 16 flogen ja um den Schneemann herum. Somit war jeder Schuss ein Glückstreffer. 48 Teilnehmer hatten an den sechs Schießständen unter Anleitung frei oder aufgelegt gezielt. Doch nur 28 Teilnehmer kamen in die Punktwertung, 20 hatten keinen einzigen Flockentreffer gelandet.
Fünf Schuss kosteten vier Euro. Wer wollte, konnte mehrere Karten kaufen, aber die erfolgreichste Runde zählte für die Wertung. Erfolgreichster Teilnehmer bei diesem „Blindflug“ am Schießstand war Thomas Müller aus Frankfurt-Sachsenhausen, der beim SV Oberforthaus Sportschütze ist, mit sensationellen 56 Punkten, gefolgt von den Sulzbachern Jan Stasch (30), Thomas Linn (24), Helmut Redemann (22), Martin Stasch (18) und Doris Stasch mit 17 Zählern.
Für die Besten standen Präsente bereit, die sich jeder nach der Rangfolge und bei freier Wahl aussuchen konnte. Der Bogen spannte sich von einem Raclette, einem Waffeleisen und einem Flugzeug-Bausatz über Sport-T-Shirts und nützliche Alltags-Kleingeräte bis hin zu Süßigkeiten und Alkohol.
„Es war ein gelungener Abend“, freute sich die Schriftführerin des Schützenvereins, Claudia Diefenbach, die erklärte, wie das Adventsschießen entstanden ist. „Erst haben wir das mal vereinsintern durchgeführt, dann den Kreis mit Familienmitgliedern und Freunden erweitert und jetzt beim dritten Mal als öffentliche Veranstaltung angeboten.“ Auch wenn nicht alle Anwesenden an den Schießstand gingen. Manche suchten die Geselligkeit, genossen die Speisen und Getränke, die „Chefkoch“ Michael Parusel und sein Team servierten – sodass das Schützenhaus voll besetzt war und gemütlich gefeiert wurde.