Sulzbach(sa). Die Bürgerinitiative (BI) „Bürger fürs Bürgerhaus“ mahnt erneut an, dass Bürgermeister und Gemeindevorstand endlich in Sachen Bürgerhaussanierung aktiv werden sollen. Es sei bereits wieder ein Vierteljahr her, dass Landrat Michael Cyriax (CDU) der Bürgerinitiative „in allen Punkten Recht gegeben“ hat und die Gemeinde aufgefordert hat, den Bürgerentscheid vom Februar 2024 vollumfänglich umzusetzen. Und das bedeute den Erhalt des Bürgerhauses in der jetzigen Form und die Sanierung des Gebäudes.
BI-Sprecher Hans Weihrauch erinnert in einer Stellungnahme daran, dass der Landrat in seinem Schreiben auch „unmissverständlich“ dargelegt habe, dass er zunächst von einem aufsichtsrechtlichen Einschreiten absieht, dies jedoch nicht ausschließt, sollte die Gemeinde nicht tätig werden.
„Wir stellen uns natürlich die Frage: Ist in den vergangenen drei Monaten etwas passiert? Leider redet der Bürgermeister auch weiterhin nicht mit den Bürgern und es ist daher zu vermuten, dass in Sachen Bürgerhaus nichts geschehen ist“, erklärt Hans Weihrauch.
Dafür hätten die „Bürger fürs Bürgerhaus“ nun Klarheit über die Kosten der von der Gemeinde in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie. Laut einer Vorlage des Gemeindevorstands über die Haushaltsreste sind von den im Haushalt 2025 eingestellten Planungskosten für die Sanierung des Bürgerhauses in Höhe von 300.000 Euro noch 253.000 Euro übrig. Die BI geht daher davon aus, dass die aus ihrer Sicht rechtswidrige Studie 57.000 Euro gekostet hat. „Wer ist für diese horrende Summe verantwortlich?“, fragen sich Hans Weihrauch und die „Bürger fürs Bürgerhaus“.
Sie erinnern daran, dass nun die nächste Parlamentspause bis September ansteht. „Es ist also damit zu rechnen, dass auch in diesem Jahr beim Bürgerhaus – aber nicht nur dort –nichts mehr passiert“, heißt es in der Stellungnahme.