CDU fordert Hitzeschutz-Konzept

Sulzbach (MS) – Die CDU-Fraktion will die Gemeinde Sulzbach besser auf längere Hitzeperioden vorbereiten. Für die nächste Sitzung der Gemeindevertretung hat sie einen Antrag eingereicht, der kurzfristige Hilfen und langfristige Veränderungen im öffentlichen Raum vorsieht. Der Gemeindevorstand soll dazu einen Maßnahmenkatalog erarbeiten.

Nach den Vorstellungen der CDU soll die Gemeinde zunächst prüfen, welche Maßnahmen sich bei angekündigten Hitzeperioden kurzfristig umsetzen lassen. Dazu gehören Informationen und Verhaltensempfehlungen für die Bevölkerung. Außerdem schlägt die Fraktion ein generationenübergreifendes Unterstützungsnetzwerk vor. Unter dem Motto „Jung hilft Alt“ könnten insbesondere alleinlebende und gefährdete Menschen Unterstützung erhalten. Vereine, Hilfsorganisationen, örtliche Einrichtungen sowie ehrenamtlich Engagierte sollen dabei einbezogen werden.

Die CDU regt außerdem an, öffentlich zugängliche Orte auszuweisen, die bei großer Hitze Schutz bieten. Als mögliche Beispiele nennt sie Kirchen, das Rathaus und Gewölbekeller. Dort könnten sich insbesondere Menschen aufhalten, für die hohe Temperaturen eine besondere Belastung darstellen.

Ein weiterer Vorschlag betrifft kostenloses Trinkwasser. Die Gemeinde soll prüfen, ob ein „Refill-Konzept“ oder eine Sulzbacher Trinkwassertankstelle eingerichtet werden kann. Bürgerinnen und Bürger könnten dann beispielsweise in Geschäften, einer Apotheke oder im Rathaus ihre Trinkflaschen kostenlos auffüllen. Auch mit örtlichen Gewerbetreibenden und Unternehmen soll die Gemeinde über mögliche Folgen längerer Hitzeperioden und eine Zusammenarbeit sprechen.

Daneben fordert die CDU mittel- und langfristige Veränderungen im öffentlichen Raum. Grünflächen sollen schrittweise mit Baumarten, Sträuchern und Bodendeckern bepflanzt werden, die Hitze und Trockenheit besser vertragen. Auf Straßen und Plätzen sollen zusätzliche Bäume und geeignete Pflanzkübel Schatten schaffen. Auch Gießpatenschaften nennt die Fraktion als mögliche Maßnahme.

Temporäre Sonnensegel könnten nach den Vorstellungen der CDU unter anderem an der Hauptstraße, auf Spielplätzen, im Heinrich-Kleber-Park und an den Sportanlagen eingesetzt werden. Dunkle Bodenbeläge sollen nach Möglichkeit durch hellere Materialien ersetzt oder aufgehellt werden, damit sich Flächen weniger stark erwärmen.

Darüber hinaus soll die Gemeinde prüfen, ob sich das sogenannte Schwammstadt-Prinzip in Sulzbach umsetzen lässt. Dabei werden Flächen so gestaltet, dass Regenwasser vor Ort aufgenommen, gespeichert und später wieder abgegeben werden kann. Auch kommunale Flächen könnten nach dem Antrag schrittweise entsiegelt werden.

Zur Begründung verweist die CDU-Fraktion auf die Belastungen durch hohe Sommertemperaturen. Kurzfristige Hilfen sollen vor allem gefährdete Bevölkerungsgruppen schützen. Veränderungen an Grünflächen, Straßen und Plätzen sollen nach Vorstellung der Fraktion langfristig dazu beitragen, die Hitzebelastung zu verringern.



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