Dem Ehrenamt ist viel zu verdanken

Bürgermeister Elmar Bociek spricht bei dem Bürgertreff der CDU.Foto: CDU Sulzbach

Sulzbach (red) – Das Ehrenamt ist in Sulzbach in rund 70 Vereinen und Institutionen gut aufgestellt – auch dank der Unterstützung der Gemeinde: Das ist das Fazit des CDU-Bürgertreffs unter dem Motto „Sulzbach aktiv – Vereine und Ehrenamt“, zu dem der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes, Martin Brylka, Amtsträger und Mitglieder, aber auch einige Gäste begrüßen konnte. Schon am Eingang der „Taverne bei Dimi“ war an den Werbeständern mit der Aufschrift „Starkes Team – gute Politik für Sulzbach“ zu erkennen, dass die CDU zum Bürgertreff eingeladen hatte, den sie regelmäßig in einer der Sulzbacher Gaststätten veranstaltet.

Bürgermeister Elmar Bociek betonte, dass das Ehrenamt der Grundpfeiler der Gesellschaft ist. Der Staat könne das nicht leisten, was im ganzen Land Ehrenamtliche leisten – von der Feuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz über die kirchlichen Einrichtungen bis hin zu den unzähligen Vereinen, die Jugendarbeit leisten und im Sportbereich zum Beispiel die Schiedsrichter stellen. Bociek sprach von einer familiären Vereinsstruktur in Sulzbach, die über die Ortsgrenzen hinaus strahle. Bei aufkommenden Problemen werde nach einer pragmatischen Lösung gesucht: „Wenn es irgendwo hakt, schaffen wir es gemeinsam, immer wieder den richtigen Weg zu finden.“

Der Bürgermeister verwies auf die Vereinsförderung in der Gemeinde Sulzbach. Vereine würden je nach Mitgliederzahl mit einem Sockelbetrag gefördert, und zusätzlich gibt es Zuschüsse für die Jugendlichen im Verein.

Zudem zahlt die Gemeinde hohe Summen für Investitionen und laufende Betriebskosten, zum Beispiel für die Feuerwehr oder Sportstätten. Dabei nannte Bociek die kaputte Tartanbahn auf der Sportanlage am Eichwald, die mit einem Betrag von 750 000 Euro erneuert werden soll. „Da müssen Vereine in anderen Kommunen zwei bis drei Jahre warten, bis so etwas möglich ist“, unterstrich Bociek und fügte hinzu, dass das alles kein Selbstläufer sei, auch angesichts der wechselhaften Einnahmen Sulzbachs aus der Gewerbesteuer.

Der Bürgermeister berichtete auch, dass sich Partnerschaftsvereine wie der Freundeskreis Deutsch-Französische Partnerschaft und der Freundeskreis Schönheide wegen Überalterung auflösen, dass sich aber wieder neue Vereine gründen, wie zum Beispiel Fördervereine der Schulen und Kindertagesstätten oder der Verein „Volkslauf Sulzbach“.

Mit dem Blick nach vorne sagte der Bürgermeister, dass Zuschüsse mit der Zeit angepasst werden müssen und dass weiterhin die Sportstätten mit vier Hallen attraktiv gehalten werden sollen: „Wir haben in Sulzbach die Möglichkeit, Meisterschaften auszurichten, was andere Kommunen nicht können.“ Sein Fazit: „Das alles geht nur mit den Ehrenamtlichen, denen wir danken und Wertschätzung zollen. Das kostet Zeit, ist viel Arbeit, macht aber auch Spaß.“

Die Vorsitzende des Vereinsrings, Ilona Schiller, konnte wegen einer Terminüberschneidung mit ihrem Vorstandsteam nicht zum Bürgertreff kommen, lieferte aber eine schriftliche Stellungnahme, die Martin Brylka verlas. Die Zusammenarbeit mit den Gemeindegremien sei für den Vereinsring von hoher Bedeutung. Dazu trage das vertrauensvolle Miteinander mit Bürgermeister Bociek und dessen Unterstützung wesentlich bei. Sie dankte auch den „Kulturdamen“ Monika Moser und Sandra Schiwy sowie dem Bauhof, wies aber auch darauf hin, dass die immer wieder neu aufgestellten Sicherheitsmaßnahmen die Vereine vor kaum bewältigbare Probleme stellen. Dabei nannte sie als Beispiele den Brandschutz, die Hygieneauflagen und die ständig notwendige Überprüfung der Elektrogeräte. Obwohl weder der Kreis, die Gemeinde noch der Vereinsring dafür die Verantwortung tragen, würde sich der Unmut der Bevölkerung beim Vereinsring abladen.



X