Fleißige Helfer beim Apfelfest im Arboretum

Rund 700 Kilo Äpfel wurden am Samstag im Arboretum geerntet und gleich zu Saft gepresst. Zahlreiche Familien aus Schwalbach, Sulzbach und Eschborn waren dazu gekommen.Foto: Heßler-Wagner

Schwalbach/Sulzbach/Eschborn (jhw) – Am vergangenen Samstag fand auf der Streuobstwiese im Arboretum das fünfte Apfelfest statt. Mehr als 50 Besucherinnen und Besucher probierten sich an der Apfelernte auf ganz traditionelle Weise: Mit langen Stangen wurden die Äste geschüttelt, anschließend wurden die Äpfel vom Boden aufgesammelt. Dabei kam einiges zusammen. Insgesamt wurden rund 700 Kilogramm Äpfel in vielen verschiedenen Sorten geerntet.

Organisiert wurde das Fest vom Sulzbacher Bauern Jürgen Schaar in Zusammenarbeit mit Hessenforst: Im Tausch für zwei Eimer voller Äpfel erhielten die Sammlerinnen und Sammler eine Flasche bereits gepressten Apfelsaft. Ein Angebot, das gerne angenommen wurde. Unterstützt wurden die großen und kleinen Erntehelfer dabei unter anderem von Praktikantinnen und Praktikanten des Forstamts, die sich kurzerhand als „hauptamtliche Schüttler“ betätigten.

Äußerst zufrieden waren die Organisatoren mit der Annahme der Veranstaltung durch die Bevölkerung: Thorsten Willig vom Forstamt Königstein sagte über den Verlauf des Apfelfestes: „Läuft sehr schön, die Aktion.“

Neben der eigentlichen Ernte gab es weitere Angebote für Groß und Klein. Beim Schälwettbewerb konnten die jungen Besucher ihr Geschick unter Beweis stellen: Das Ziel war es, einen Apfel möglichst schnell in einem Stück zu schälen. An der Pressstation wurde derweil gezeigt, wie aus den geernteten Äpfeln Saft entsteht. Der Landschaftspflegeverband führte das Keltern vor und machte damit die Verarbeitung der Früchte erlebbar.

Rinder pflegen die Wiese

Die Streuobstwiese selbst wird normaler Weise von Rindern gepflegt. So wird die Wiese mit ihrer Artenvielfalt auf natürliche Weise erhalten. Die zahlreichen verschiedenen Apfelsorten sind dabei mehr als nur Lieferanten für Saft und Kuchen. Artenreiche Streuobstwiesen gelten als wertvolles Kulturgut und bieten Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Entsprechend stand am Samstag neben dem gemeinsamen Ernten auch die Vermittlung dieses Natur- und Kulturerbes im Mittelpunkt des Apfelfestes.

Ein kleiner Wunsch für die Zukunft bleibt allerdings noch offen: Eine Infotafel zur Streuobstwiese im Arboretum fehlt bislang. Sie könnte künftig über die Besonderheiten der Wiese, ihre Sortenvielfalt und ihre kulturelle Bedeutung informieren.



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