Sulzbach (gs). Auch bei der 63.Auflage des Radklassikers „Eschborn-Frankfurt“ am 1.Mai sauste die Rad-Elite zweimal – meist in langgezogenen Pulks – durch Sulzbach. Diesmal gingen 21 hochklassig besetzte Siebener-Teams an den Start, darunter 16 aus der „WorldTour“-Kategorie. Mit im Sattel saß auch der Oberurseler Lokalmatador John Degenkolb mit der Startnummer 52 als prominentes Zugpferd des Teams „PICNIC POSTNL“.
Bis spätestens 11.35 Uhr mussten sich die 147 Radprofis der „Elite UIC World Tour“ auf dem Startplatz am Eschenplatz in Eschborn persönlich per Unterschrift eingeschrieben haben, bevor der Starter die Elite-Radsportler auf die rund 210 Kilometer lange anspruchsvolle Strecke schickte. Dabei mussten 3.300 Höhenmeter mit zwei Feldberg-Passagen überwunden werden. Somit war der Rundkurs schwieriger als in den Vorjahren. Zwei Mal sausten Fahrergruppen – Spitzenreiter, Hauptfeld und Verfolger – von Liederbach kommend durch Sulzbach die Hauptstraße entlang, um dann nach einer scharfen Linkskurve am Großen Dalles die Schwalbacher Straße hinauf zu strampeln. Nach dem berechneten Zeitplan flitzten die Elitefahrer fast pünklich um 14.12 Uhr durch den Ort. Viele Sulzbacherinnen und Sulzbacher verfolgten den Rennverlauf erst am heimischen Fernseher, um sich dann rechtzeitig auf den Weg zu machen, die Akteure lautstark anzufeuern. Die zweite Durchfahrt um 15.37 Uhr, von vorausfahrenden Polizeiautos mit viel Gehupe und Blaulicht angekündigt, wurde genauso umjubelt wie die erste.
Natürlich war das Radspektakel ein willkommener Anlass, bei sommerlichen Temperaturen im Ort und im Freien zu feiern. Dazu hatte die TSG Sulzbach auf dem erhöhten Parkplatz am Großen Dalles – dem Zentrum der radsportlichen Begeisterung – einen stets umlagerten gastronomischen Verpflegungsbereich mit Grill und Getränkewagen aufgebaut. Wer einen Sitzplatz in den ersten Bankreihen zur Straße ergattert hatte, konnte die Profisprinter bei Bratwurst und kühlem Pils hautnah vorbeiflitzen sehen.
Allerdings war Promi John Degenkolb trotz seiner Trikotnummer 52 in der Schnelligkeit des Geschehens kaum auszumachen. Auf einem großen Bildschirm vor der Pyramide wurde ständig vom Hessischen Rundfunk über den Verlauf des Rennens informiert. Und: Nicht nur am Kreisel wurde ausgiebig gefeiert. Auch in zahlreichen Innenhöfen entlang der Hauptstraße kamen die Sulzbacher zusammen, um den Akteuren beim Zujubeln richtig nahe zu sein.
