Gabi Jajonek ist neue Sulzbacher Käsfraa

Käsfraa Gabi I. verteilt kleine Käsetaler an die Gäste des Weihnachtsmarkts.Foto: gs

Sulzbach (gs) – Als die noch amtierende „Käsfraa Marianne I.“ vor ein paar Wochen ihren Rücktritt bekannt gab, wurde natürlich sofort im Ort herumgefragt, ob es denn schon eine Nachfolgerin für dieses repräsentative Amt gäbe. Alle Nachfragen und Spekulationen, wer die Neue sein könnte, waren vergeblich. Denn die Verantwortlichen, die mit der Findung der Sulzbacher Symbolfigur vertraut waren, hielten richtig dicht. Erst am Sulzbacher Weihnachtsmarkt wurde das Geheimnis sichtbar gelüftet, als nämlich der Vorsitzende des Geschichtsvereins, Joachim Siebenhaar, wie ein galanter Brautvater Gabi Jajonek als Nachfolgerin von Marianne Runge durch die staunende Menge zur Proklamation auf die Bühne führte.

Doch es ist gar nicht so einfach, Sulzbacher Käsfraa zu werden. Ein „Sulzbacher Mädche“ muss es sein, also in der Gemeinde aufgewachsen. Die Vorfahren müssen bodenständige Sulzbacher sein. Und dann gilt es auch noch, eine Prüfung mit Fragen zu Sulzbach und dem Handkäs zu überstehen. Gabi Jajonek konnte alle Fragen auf der Bühne beim Weihnachtsmarkt richtig beantworten, so dass die Vorsitzende des Vereinsrings, Ilona Schiller, das Publikum befragte: „Können wir Gabi zur nächsten Käsfraa küren?“

Nach dem eindeutigen „Ja“ übergab Marianne Runge ihrer Nachfolgerin die notwendigen Insignien wie Stola, Schärpe und Käsekorb. Auch Bürgermeister Elmar Bociek gratulierte Gabi Jajonek zu ihrer neuen repräsentativen Aufgabe. Ilona Schiller beendete die Zeremonie mit den Worten: „Und nun, Käsfraa Gabi, geh hinaus in unser Gassen, geh auf unsere Feste!“ Die neue Majestät folgte der Aufforderung, nahm den mit Handkäs gefüllten Korb, um als erste Amtshandlung auf dem Festplatz kleine Käsetaler zu verteilen.



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