Wie die Gemeinde klimaneutral werden will

Sulzbach (MS). Nach fast zwei Jahren Arbeit hat die Klimaschutzbeauftragte der Gemeinde, Julia Schmidt, einen „Aktionsplan Klimaschutz“ für Sulzbach vorgelegt und ihn am Montag vergangener Woche im Sozial-, Umwelt- und Kulturausschuss (SUKA) erstmals präsentiert. Die Gemeindevertreter waren voll des Lobes für das Werk, das aber so gut wie keine konkreten Maßnahmen enthält, wie Sulzbach bis 2045 klimaneutral werden soll.

39 Seiten lang ist der „Aktionsplan“, den Julia Schmidt im Rahmen ihrer halben Stelle erstellt hat, die sie seit August 2024 im Sulzbacher Rathaus hat. Die Hälfte des Plans befasst sich mit der Ausgangslage und dem „Prozess der Erstellung des Aktionsplans“. Dann folgt der eigentliche Maßnahmenkatalog, der fünf Schwerpunkte benennt: übergreifende Maßnahmen, Wärme, Mobilität, Förderungen sowie Gemeinde-Entwicklung und Klima-Anpassung.

Im Detail soll zum Beispiel eine Treibhausgas-Bilanz für die Gemeinde erstellt werden, aus der dann konkrete Maßnahmen abgeleitet werden sollen, wie es die Verwaltung schaffen kann, weniger Kohlendioxid auszustoßen.

Im Bereich „Wärme“ soll es bald eine Auftaktveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung geben. Außerdem schlägt Julia Schmidt einen „Informationstag Heizung und Sanierung“ vor. Beim Stichwort „Mobilität“ soll es eine Online-Umfrage zum Rad- und Fußverkehr geben. Außerdem sollen in Veranstaltungen die Vorzüge von E-Autos und E-Fahrrädern vermittelt werden.

Beim Thema „Förderungen“ sollen die Bürgerinnen und Bürger unterstützt werden, sich in der Vielzahl der Förderprogramme zu Recht zu finden. Auch sollen die Förderungsmöglichkeiten, die die Gemeinde selbst anbietet, „evaluiert“ werden. Bei der „Gemeinde-Entwicklung“ geht es zum Beispiel um eine „klimafreundliche Bauleitplanung“ und um eine Überprüfung der Stellplatzsatzung.

Was die Maßnahmen kosten werden und wie viel Treibhausgase die einzelnen Maßnahmen einsparen werden, darüber macht der „Aktionsplan“ keine Angaben. Das soll noch folgen. Alle zwei Jahre soll der Umsetzungsstand aber in einem „kurzen Bericht“ dokumentiert werden. Zudem soll das „Gesamtpaket der Maßnahmen fünf Jahre nach Beschlussfassung einer Überprüfung unterzogen werden“.

„Wichtige Grundlage“

In der Sitzung des Sozial-, Umwelt- und Kulturausschusses waren die Gemeindevertreter zufrieden mit der Arbeit von Julia Schmidt. Ruth Schöffel von den Grünen nannte den „Aktionsplan“ eine „wichtige Grundlage“. Stefan Hartmann (FDP) erklärte, die Gemeinde müsse mit gutem Beispiel vorangehen und auch die anderen Fraktionen zeigten sich überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein. Am 8. Juni soll der „Aktionsplan“ noch einmal im SUKA beraten werden, bevor ihn das Plenum der Gemeindevertretung am 25. Juni absegnen soll.



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