Kleine Parlamentarier mit großen Träumen

Sulzbach (jhw) – Am vergangenen Donnerstagnachmittag fand im Sitzungssaal im Rathaus die erste Sitzung des Sulzbacher Kinder- und Schülerparlaments im neuen Schuljahr statt. Vor über 30 kleinen Parlamentarierinnen und Parlamentariern eröffnete der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Matthias Brandt, die Sitzung.

Auf der Tagesordnung stand auch eine Diskussion über die Einrichtung eines „Platzes der Kinderrechte“ in Sulzbach: An zentraler Stelle im Ort soll dabei über deren unverrückbaren Rechte informiert werden: „Das ist ein Thema, das in der Schule schon nicht mehr so angesprochen wird. Ich finde, es ist eine gute Idee“ äußerte Finn seine Zustimmung zum Vorschlag.

Großes Interesse wiesen die jungen Parlamentarier an den Sulzbacher Spielplätzen auf. Besonders der Krokodilspielplatz im Heinrich-Kleber-Park war mehrfach Thema hitziger Diskussionen: „Wenn ich mit meinen Freunden am Krokodilspielplatz Fußball spiele, fliegt der Ball immer über den Zaun“ beschwerte sich Ben über die niedrigen Zäune. Auch über den neu errichteten Liegesessel, der immer wieder als Karussell gebraucht und dabei beschädigt wird, gab es viel zu sagen. „Das Problem ist, das dreht sich halt. Und Kinder denken, wenn es auf dem Spielplatz steht, ist es auch ein Spielzeug“, fasste ein junger Parlamentarier das Problem treffend zusammen.

Auch der geplante Spielplatz am katholischen Kindergarten kam zur Sprache: Bis Juli 2027 sollen die Bauarbeiten nach aktueller Planung abgeschlossen sein – falls möglich sogar mit Bobby-Car-Rennstrecke und Autoverleih. Der Weg zum Großen Preis von Sulzbach scheint also nicht mehr weit.

Die vielen Älteren bekannte Half-Pipe am Jugendhaus wurde ebenfalls vermisst: Zum Stand der Bauarbeiten erklärte Peter Becher von der Gemeinde: „Die Bahn ist schon gebaut, aber sie steht noch in Nürnberg.“ Auch der Bachlauf im Bereich des Spielplatzes „Am Gänssteg“ war für die jungen Parlamentarier von Interesse. Glasscherben im Bach machten das Spielen teilweise zum Risiko. Die Vertreter der Gemeinde versprachen darauf zu achten.

Besonders an der Errichtung eines Sulzbacher Maislabyrinthes waren die jungen Abgeordneten interessiert: Der Frage nach der Zusage zur Errichtung erteilte Matthias Brandt allerdings mit den Worten „Echt? Ich habe das gesagt? Das wäre mir neu“ eine Absage. Interessierte müssen also weiterhin nach Liederbach fahren, um sich im Mais zu verlaufen.



X