Zur Konfirmation kam die Tante aus Japan

Acht Jungen und vier Mädchen gingen am vergangenen Sonntag in Sulzbach zur Konfirmation. Den festlichen Gottesdienst in der Kirche am Platz an der Linde hielt Pfarrer Axel Elsenbast (5.v.l.). Foto: gs

Sulzbach (gs). Das Wort Konfirmation kommt aus dem Lateinischen. Denn „confirmare“ bedeutet: ermutigen, bekräftigen, in der Gesinnung bestärken. Und diese Bestärkung in den christlichen Glauben erlebten am vergangenen Sonntag zwölf Konfirmandinnen und Konfirmanden en in der evangelischen Kirche am Platz an der Linde. Unter festlichen Orgelklängen zogen acht Jungen und vier Mädchen, angeführt von Pfarrer Axel Elsenbast und begleitet von Mitgiedern des Kirchenvorstandes, in das Gotteshaus ein. Nach Liedern, einem Eingangspsalm im Wechsel zwischen Pfarrer und Gemeinde las Sonja Hogrebe Verse aus dem 1. Brief des Paulus an die Korinther.

Für seine Predigt hatte Axel Elsenbast keinen klassischen Bibeltext ausgewählt, sondern berichtete ausführlich über die Konfirmanden-Freizeit im Februar im Westerwald und die dort nachhaltigen Erlebnisse mit den jungen Menschen sowie über den Vorstellungsgottesdienst am Sonntag zuvor, den die Konfirmanden zum Thema Taufe selbst gestaltet und gehalten hatten. Axel Elsenbast verband seine inhaltsreichen Erzählungen mit dem Psalmvers „Sei behütet auf all deinen Wegen“, der sinnigerweise auf einem Handwärmekissen abgedruckt ist. Ein Exemplar zeigte er von den Kanzel und löste damit weitere heitere Momente der Konfi-Gemeinde aus. Denn er fragte auch nach der weitesten Anreise zum Festtag. So war in Deutschland eine Familie vom Bodensee angereist, in Europa eine aus Finnland. Aus Übersee kam eine Patentante aus Japan geflogen.

Ihre Konfirmation feierten Luis Krampe, Ryan Hecker, Julius Christian, Toivo Najorka, Amelie Reder, Niklas Pfeiffer, Hanna Reich, Noah Engel, Mona Hirsch, Jakob Rüter, Jolanda Mathé und Deaon Treinies. Nach der Einsegnung hängte Pfarrer Elsenbast jedem Konfirmierten ein Kettchen mit einem kleinen silbrigen Kreuz um. Der Kirchenvorstand überreichte die Konfirmations-Urkunden und dazu die besagten Handwärmekissen.

Dann überraschte der „Konfi-Eltern-Chor“ die Gemeinde mit dem Lied „Raum zum Träumen“, das Kantorin Capucine Payan mit ihnen eingeübt hatte. Mit der heiter-beschwingten Drehorgel-Melodie „Play the Way“ zogen die bestärkten Jugendlichen aus der Kirche und stellten sich nochmals – diesmal entspannt – den Familien-Fotografen.

Mit diesem feierlichen Ritual bestätigten die Jugendlichen, die ihren Lebensspruch selbst aussuchen durften, zugleich ihre Taufe im Säuglingsalter. Die Konfirmation ist somit ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in die volle Kirchenmitgliedschaft.



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