Mango-Fest informiert über Guinea-Hilfe

Vor dem Schützenhaus genossen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Mango-Festes Spezialitäten aus Deutschland und Guinea.Foto: Mango eV.

Sulzbach (sa) – Zum zweiten Mal hat der Verein „Mango“ sein jährliches Fest im Sulzbacher Schützenhaus veranstaltet. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher informierten sich dort am vergangenen Samstag über die medizinische Arbeit des Vereins in Guinea. Unter den Gästen war auch Bürgermeister Elmar Bociek. Neben mehreren Vorträgen standen Speisen aus dem westafrikanischen Land auf dem Programm.

Der 1995 gegründete Verein organisiert seit vielen Jahren medizinische Hilfseinsätze in der Region Dogomet. Dazu reisen regelmäßig Teams aus Deutschland in das vereinseigene Operationszentrum in Koolo-Hinde. Im Mittelpunkt stehen chirurgische und gynäkologische Behandlungen für die ländliche Bevölkerung.

Den Kontakt zum Sulzbacher Schützenverein hat die Gynäkologin Angelika Barth hergestellt. Sie lebt in Unterliederbach, engagiert sich seit vielen Jahren bei „Mango“ und ist seit 2017 auch Mitglied des Schützenvereins. Dort ist sie als Luftpistolenschützin aktiv. Bereits 2025 fand daher das Mango-Fest zum ersten Mal im Sulzbacher Schützenhaus statt.

Bei den Vorträgen berichteten mehrere Mitglieder über unterschiedliche Bereiche der Arbeit in Guinea. Der Kieferchirurg Henry Leonhardt sprach über Tumoren der Ohrspeicheldrüse. Anästhesist Roland Wiener informierte über Narkosen und Notfallbehandlungen. Angelika Trabert stellte den Verein „Sunjata“ vor, der Kindern mit Behinderung in Guinea den Schulbesuch ermöglicht. Die Anästhesistin hat selbst eine Behinderung und nahm früher als Dressurreiterin an den Paralympics teil. Angelika Barth berichtete schließlich über die Arbeit von Mango zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen und Kindern.

Zitronenhühnchen mit Zwiebeln

Auch beim Essen stand Guinea im Mittelpunkt. Angeboten wurden unter anderem „Riz Gras“, das Reisgericht „Yassa“ mit Zitronenhühnchen und Zwiebeln sowie Fleischspieße mit Erdnusssauce. Ein Vereinsmitglied aus Thüringen hatte außerdem Bratwürste mitgebracht, die vor Ort gegrillt wurden.

Der nächste medizinische Einsatz ist bereits geplant. Vom 9. Januar bis 20. Februar 2027 sollen nacheinander zwei Teams mit insgesamt rund 20 Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften in Koolo-Hinde arbeiten. „Mango führt dort durchschnittlich 120 bis 150 Operationen im Jahr durch. Das entspricht in etwa der Jahresleistung des einzigen Krankenhauses der Region Dabola“, sagt Angelika Barth.

Die Gynäkologin beteiligt sich seit dem Jahr 2000 nahezu jährlich an den Einsätzen und will auch im kommenden Februar wieder nach Guinea reisen. Ebenfalls seit vielen Jahren gehört die Krankenschwester Evelyn Battisti aus Schwanheim zu den Helferinnen vor Ort.

Mit dem Fest in Sulzbach sammelte der Verein zugleich auch Geld für seine Arbeit. Nach Angaben von Angelika Barth kam durch den Verkauf von Speisen und Getränken sowie durch weitere Spenden erneut eine beachtliche Summe zusammen. Wer den Verein unterstützen möchte, kann auf das Konto mit der IBAN DE82 5005 0201 0000 1094 39 spenden. Weitere Informationen gibt es unter mango-ev.de im Internet.

Das Mango-Fest soll auch im kommenden Jahr wieder im Schützenhaus stattfinden. Als Termin ist der 25. September 2027 vorgesehen.



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