Mehr als 18 Millionen blieben übrig

Sulzbach (MS). Viel Geld, das im Haushaltsplan für das Jahr 2025 eingeplant war, ist tatsächlich nicht ausgegeben worden. Jetzt sollen die Gemeindevertreter die fast 18,7 Millionen Euro ins laufende Jahr übertragen.

Grundsätzlich ist das kein ungewöhnlicher Vorgang. Fast alle Städte und Gemeinden im Main-Taunus-Kreis schaffen es nicht, ihre geplanten Bau- und Kaufvorhaben umzusetzen und übertragen die Mittel dann ins nächste Haushaltsjahr. Die Sulzbacher Liste ist mit 52 Positionen mittlerweile etwas länger geworden.

Im Detail sind genau 18.645.138, 13 Euro, die im Haushalt 2025 eingestellt waren, im vergangenen Jahr nicht ausgegeben worden. Der größte Teil davon – rund 16,97 Millionen Euro – entfällt auf Projekte, die gerade erst oder noch gar nicht begonnen worden sind. Der Rest gehört zu Maßnahmen, die zwar abgeschlossen sind, auf der entsprechenden Haushaltsposition aber noch Gelder stehen. Diese gehen dann entweder in den Gesamthaushalt oder werden bestimmten Positionen im Haushaltsplan von 2026 zugeordnet.

Das Gleiche gilt für Dinge, die zwar im Haushalt 2025 eingestellt wurden, die aber nun doch nicht umgesetzt werden sollen. Dazu zählen die Straßenbeleuchtungen „Am Klippelgarten“ und „Im Kirschengarten“ mit jeweils 100.000 Euro oder die Funkmikrofone für das Bürgerzentrum Frankfurter Hof.

Bei den Projekten, deren Gelder übertragen werden sollen, sind auch einige Millionenvorhaben dabei. So werden rund 3,2 Millionen Euro für den Hochwasserschutz ein weiteres Mal vom alten ins neue Jahr geschoben. 3,9 Millionen Euro standen schon 2025 an verschiedenen Stellen für die Sanierung von Straße und Leitungen im Bereich der Hauptstraße zwischen dem Großen Dalles und der katholischen Kirche bereit und wurden bisher nur zu einem Bruchteil ausgegeben. Wenig Geld floss bisher auch in den geplanten und schon budgetierten Tiefsammelbehälter am Wasserwerk. Hier sind noch 2,6 Millionen Euro übrig.

Ein weiteres Millionenprojekt, das schon 2025 im Haushalt stand, aber nicht zur Umsetzung kam, ist der Neubau der Gaststätte an der Eichwaldhalle. Fast 1,1 Millionen Euro sollen hier übertragen werden.

Deutlich kleiner ist da die Summe, die bisher für das Bürgerhaus am Platz an der Linde eingeplant sind, dessen Sanierung die Sulzbacherinnen und Sulzbacher 2024 mit einem Bürgerentscheid beschlossen haben. Gerade einmal 300.000 Euro hatten die Gemeindevertreter im Jahr 2025 dafür eingeplant, von denen 253.000 Euro noch da sind.



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