Am vergangenen Samstag waren die ehrenamtlichen Müllsammler wieder im Heinrich-Kleber-Park unterwegs. Seit anderthalb Jahren folgen sie einmal im Monat dem Motto: Spazieren gehen für ein sauberes Sulzbach.Foto: Heßler-Wagner
Sulzbach (jhw) – Spazieren gehen, die frische Luft genießen und nebenbei noch etwas für die Allgemeinheit machen: Für all das steht die Initiative „Spaziergang für ein sauberes Sulzbach“. Seit Januar 2025 treffen sich Freiwillige immer am letzten Samstag im Monat, um gemeinsam spazieren zu gehen und am Wegesrand liegenden Müll aufzuräumen.
Der Fokus liegt dabei vor allem auf den Wegen im Heinrich-Kleber-Park, am Spielplatz „Im Brühl“, aber auch Staufen- und Otto-Volger-Straße waren bereits das Ziel. Von vielbefahrenen Hauptstraßen halten sich die Organisatorinnen und Organisatoren allerdings aus Sicherheitsgründen bewusst fern.
Unter der Devise „Jeder darf das Pfand behalten, das er findet“ wurden am vergangenen Samstag von 14 bis 16 Uhr in kleiner Runde neben Glas und Plastikflaschen auch Getränkedosen gesammelt. Auch Schuhe, Mützen, Autoteile, ein Metallschlauch und sogar vergessenes Hundespielzeug wurde an der Wiesenstraße gefunden und aufgeräumt. Einige Kuriositäten mussten allerdings am Feldrand der Wiesenstraße für die Profis liegen gelassen werden: Kindersitze, Feuerlöscher und eine hölzerne Kabeltrommel überstiegen dann doch die Möglichkeiten der Freiwilligen.
„Das hat dann nichts mehr mit Spaziergang zu tun und nur mit Müll sammeln“, heißt es augenzwinkernd, wenn die Ausbeute sich mal wieder als zu umfangreich für die mitgebrachten Eimer und Säcke erwiesen hat. Denn letzten Endes soll die gemeinsame Runde bei Diskussionen über die Welt, das Wetter und die neuesten Fußballergebnisse vor allem eines: Freude machen. Auch von den Anwohnerinnen und Anwohnern wird die Aktion gerne gesehen: Mit den Worten „Die Zigarettenkippen sind eine Schande“ würdigte eine Anwohnerin die Aufräumaktion der an den Straßenrändern leider omnipräsenten Zigarettenstummel.
Weitere Mitstreiter gesucht
Die Organisatoren wünschen sich sowohl tatkräftige Mithilfe. Wer mitmachen möchte, kann einfach am letzten Samstag eines Monats um 14 Uhr zum Treffpunkt am Rathaus kommen, das nächste Mal am 26. September. Als Unterstützung von Seiten der Gemeinde wünschen sich die ehrenamtlichen Abfallsammler nichts weiter als ein paar Eimer, Handschuhe und Greifzangen, denn: „Es ist genug Müll für alle da.“
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