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Königsgucker

Ordnungsamt punktet in der Nachspielzeit

Diesmal hat der Königsgucker seinen Meister gefunden, das sei unumwunden zugegeben. Selbst geschult im scharfen Blick verwendete er diese Fähigkeit eine geraume Zeitspanne lang darauf, sein Auto mit der abgelaufenen TÜV-Plakette stets so zu parken, dass diese eben nicht gleich ins Auge fällt, Wochen, ja Monate des Reparierens und der abgesagten Prüftermine lang erfolgreich.

Nicht ohne Stolz stand nun das finale Treffen mit den KFZ-Sachverständigen endlich im Terminkalender verankert, Mittags um 15 Uhr in Bad Homburg. Was aber blockierte den Scheibenwischer auf dem Weg dorthin? – Richtig, ein Knöllchen, eher eine ausgewachsene Knolle für die nachhaltig abgelaufene Plakette. Fair und sportlich wäre also nun dem ausstellenden Hipo für seine unbestechliche Pflichterfüllung im letzten Moment zu gratulieren, was hiermit auch geschehen soll.

Letzteres sogar ohne Zähneknirschen und von ganzem Herzen, denn die Straßenverkehrsregeln unterscheiden sich in einigen Punkten von denen des Sports, und das rettete den Königsgucker vor den anderweitig begehrten Punkten: Die rote Karte wurde in der Nachspielzeit gezogen, der Mängelbericht, der die Weiterfahrt für einen Monat gestattete, war lediglich hinter einen Parkausweis gerutscht und so von Amts wegen nicht zu sehen.

Ein Punkt also für beide Adleraugen im „Unentschieden“, drei Gewinnerpunkte aber für die Steuerzahler und die Amtsleitung: Bearbeitungszeit und Porto für das Knöllchen wurden für zwei Tage ausgesetzt, nachdem telefonisch das Versprechen abgegeben worden war, mit frischem TÜV und alter Bescheinigung umgehend dort vorbei zu kommen.

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