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Königsgucker

In der Ferienzeit, wenn viele Kinder in Gruppen wegfahren, schaut der Königsgucker ihnen etwas neidisch nach, denn er bleibt in diesem Sommer zu Hause. Dafür trifft er sich abends gerne auf ein Bier mit Freunden, darunter auch ehemalige Betreuer-Kollegen von den Ferienspielen, und dann werden die alten Geschichten wieder aufgewärmt. Eine der schönsten:

Ein Kind, etwa 10 Jahre alt, wurde krank. Mitten in der Nacht kam im Pfälzer Wald zwar ein Arzt, aber die Bereitschaftsapotheke war weit. Endlich dort angekommen, war das verschriebene Mittel nicht in Tablettenform vorrätig, doch wusste der Apotheker im Schlafanzug Rat und gab ein Päckchen Zäpfchen mit dem selben Wirkstoff aus. Diese Verabreichungsform stieß bei dem jungen Patienten allerdings nicht auf Gegenliebe: „Och nöö, Zäpfchen sind doch voll für den A..“, protestierte der Knabe, womit er in der Tat und zur Freude seines Betreuers den Nagel auf den Kopf traf. „Recht hast du“, lobte der Medizinmann, „dann weißt du ja, wie es geht“ und befahl: „Umdrehen.“ Es folgte ein wohlgezielter Treffer an vorgesehener Stelle und zwei Tage später war der Knabe wieder gesund – nur das Ehrgefühl brauchte noch etwas länger, bis die Narben verheilt waren. Vor allem, weil die Zimmerkameraden sich über den Ausspruch „Ich hab‘ es kommen sehen“ nicht beruhigen konnten.

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