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Königsgucker

Keine Frage, beim Ritterturnier gab es wieder königlich was zu gucken, aber leider auch zu hören. Zwischen den lauten Tönen von der Kampfbahn war deutlich zu vernehmen, dass künftig nicht mehr alle Ritter in eine gemeinsame Zukunft gehen wollen, es knirscht einmal mehr im Verein.

Angesichts solcher dunkler Orakel fallen dem Königsgucker dazu die Franken ein, die sich mit Schattenkönigen und Hausmeiern nach Kräften um die Herrschaft in Neustrien und Austrien prügelten, sogar die Bischöfe ergriffen eifrig Partei und Schwert, Grund genug für Mönche wie Bonifatius, hier später noch einmal neu zu missionieren. Königstein dümpelte damals kurz vor der Grenze des fränkischen Reiches im Graufeld der Geschichte vor sich hin, die älteren Spuren am Burgberg dürften tatsächlich alemannisch sein, denn diese Spätgermanen breiteten sich dort aus, wo die mächtigeren Franken ihnen Platz ließen. Erst in der Zeit, als Karl der Große nach Römern und Kelten ein drittes Mal wesentliche Teile Europas zusammenfügte, hielt auch im Taunus das Rittertum Einzug und festigte nach der fränkisch-zänkischen Epoche die Verhältnisse auf lange Zeit.

Es bleibt also sehr zu hoffen, dass auch unsere Ritter nicht in die Zeit ihrer Vorfahren zurückfallen, vielleicht erscheint ja doch noch ein Pippin oder Karl, um die geballte Ritterlichkeit zu retten. Die nämlich hat unbestritten eine große Anziehungskraft, nicht nur für Besucher aus ganz Deutschland, sondern sogar für die asylsuchenden Flüchtlinge, die sich wieder einmal bei den Königsteiner Vereinen als Helfer verdient gemacht haben.

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