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Königsgucker

Helikopter-Eltern – wir alle haben schon von diesem Phänomen gehört, das scheinbar nur die anderen befällt und ausgerechnet dann, wenn wir immer wieder uns selbst und den anderen versichern, dass unsere Kinder ja schon aus dem Gröbsten raus sind. Muss ja im Umkehrschluss nicht gleich heißen, dass wir es auch sind. Ein schwerer Fall von „Klammeritis“ kommt ja nicht von ungefähr, aber wohl immer ungelegen und besonders dann, wenn die lieben „Kleinen“ im Feriencamp weilen und es eigentlich den Betreuern am liebsten ist, wenn sich der Kontakt mit den Eltern auf seltene und nur unbedingt notwendige Anrufe beschränkt, damit nicht ein weiteres, stets bei solchen Sachen schlummerndes Fieber – das Heimweh – geweckt wird. Aber Fehlanzeige: Die Helikopter-Eltern haben hier den Bogen raus und wissen längst, wie sie die Ferienbetreuer auf die Palme bringen können. Nur, es sein lassen, das können sie dann wiederum doch nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass jeder Zögling heutzutage mit einem mobilen Gerät ausgestattet ist, das gleichzeitig auch als Fotoapparat fungiert, womit die Berechtigung, es einzuziehen, von vornherein für den Ferienbetreuer erloschen ist. Schließlich muss doch aus dem Urlaub „gepostet“ und Essen fotografiert werden, was das Zeug hält. Aber das ist ein anderes Thema. Die Telefonie-Manie und ihre oft unabsehbaren Folgen. Da wird ein Spross so oft angerufen, beinah täglich, und mit der Frage konfrontiert „Geht es Dir gut?“, bis er oder sie selbst glaubt, die Antwort geben zu müssen, die die Eltern anscheinend hören wollen: „Nein, mir geht es schlecht“, um sie dann aufzufordern: „Holt mich hier raus!“, was die Eltern und Betreuer nicht nur vor ein logistisches Problem stellt. Also, Helikopter-Eltern aufgepasst: Nicht immer nur kreisen und vor allem nicht um die eigene Achse, das tut keinem gut und Euren Kindern, denen geht es bestimmt auch gut, ohne dass Ihr alle fünf Minuten anruft!

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