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Königsgucker

Ein Klischee, sicherlich, aber auch ein vom Königsgucker immer wieder beobachtetes Faktum: Da steht er, der prächtige SUV, eilig eingeparkt mit einem Rad auf dem Bürgersteig und dem Heck halb auf der Fahrbahn – für eine schnelle Besorgung lohnt sich das Risiko auf einen Kratzer im Lack des Stoßfängers schließlich nicht und auch Einpark-Zeit ist Geld.

Dumm nur, wenn man so in der oberen Wiesbadener Straße verfährt, denn hier reicht die Fahrbahnbreite für die häufig passierenden Linienbusse kaum aus und wenn dann noch einer sein Hinterteil herausstreckt, ist es schnell vorbei mit der Passage, zumindest unter Vermeidung des so gefürchteten Kratzers am Stoßfänger.

„Leck mich am Heck“, wird mancher denken, wenn auf diese Weise geradezu regelmäßig der Verkehr zusammenbricht, wenig glücklich sicher auch die Gedanken jener Autofahrer, die sich unter dem kräftigen Gehupe der Stauteilnehmer in ihre rollbare Barriere schleichen, um sie wegzufahren.

Geradezu exorbitant allerdings der wenig entschuldigende Kommentar einer nicht mehr ganz jungen Blockade-Inhaberin an die Umstehenden: „Der beherrscht ja sein Fahrzeug nicht“, teilt sie nach einem fachmännischen Blick auf die Engstelle mit und ergänzt beim Einsteigen noch: „Heute bekommt wirklich jeder Depp einen Führerschein.“

Nun – wo sie Recht hat, will der Königsgucker ihr nicht widersprechen, er stellt aber hiermit den Antrag an die vereinigten Feministinnen, endlich eine feminine Version für „Depp“ zu entwickeln, wegen der Gleichberechtigung im Straßenverkehr.

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