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Geschwindigkeitsmessungen in Mammolshain

Zum Leserbrief von Jörg Jochmann in der Königsteiner Woche vom 23.11.2017 („Zeit zum Handeln“) äußert sich Bürgermeister Leonhard Helm wie folgt:

Jörg Jochmann beklagt sich über den Verkehr auf der Kronthaler Straße. Schon vor seinem Leserbrief hing aufgrund seiner bei uns eingereichten Beschwerde in Mammolshain ein Gerät zur Messung von Verkehrsfrequenz und Geschwindigkeit, um eventuell veränderte Verkehrsströme zu erfassen. Auch zu früheren Zeiten war mehrmals ein solches Gerät installiert, brachte zu diesen Zeitpunkten aber das eindeutige Ergebnis, dass hier für eine Landesstraße relativ wenig Frequenz und nur überschaubare Geschwindigkeitsübertretungen zu verzeichnen waren. Da sich das eventuell geändert hat, führen wir aktuell erneut eine Überprüfung durch. Selbstverständlich werden wir alle Ergebnisse zunächst abwarten und in Abhängigkeit davon künftige Radarmessungen in der Mammolshainer Ortsdurchfahrt einplanen.

Bereits vor einigen Jahren hatte ich angeregt und bei der zuständigen Landesstraßenverwaltung HessenMobil durchgesetzt, dass in der unteren Kronthaler Straße eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 km/h anstelle der bislang gültigen 50 km/h aufgestellt wurde, und dort eine städtische Mess-Säule installieren lassen, die immer wieder für Messungen genutzt wird. Es ist daher unrichtig zu behaupten, dass die Stadtverwaltung Verkehrsprobleme im Mammolshain nicht ausreichend würdige, zumal das Abstellen „chaotischer Situationen auf den Straßen“ und rücksichtslosen Verhaltens der Autofahrer zwar im Interesse, aber meist nicht im Handlungsermessen einer Stadtverwaltung liegt.

Wir sind im Gegenteil in der Tat interessiert daran, immer wieder und an zahlreichen Stellen in der Stadt und in den Stadtteilen Verkehrssituationen zu überprüfen, auch um dann entsprechende Instrumente in der Hand zu haben, an übergeordneten Stellen Maßnahmen zu forcieren. Um unsererseits die Einhaltung der Verkehrsregeln sicherzustellen, haben wir unter anderem eigens ein mobiles Radargerät angeschafft. Dennoch bleiben unsere Möglichkeiten begrenzt, durch die Personalkapazität und eine Vielzahl von komplexen Regeln, die oft gerade den Bürgern dienen sollen.

Und bei den Bemühungen um Ahndung von Geschwindigkeitsüberschreitungen stoßen wir leider nicht immer auf Zustimmung aller Beteiligten. So wollte ich beispielsweise ein Messgerät in der Le-Cannet-Rocheville-Straße aufstellen lassen, in der Geschwindigkeiten von über 100 km/h gemessen wurden – es wurde mir vom Hessischen Innenminister abgelehnt.

Wie bereits in der jüngsten Ortsbeiratssitzung zugesagt, werden wir Messungen in Mammolshain durchführen und mit der Straßenverkehrsbehörde und HessenMobil über einen Umbau der Landesstraße nachdenken, um Rasen und zu schnelles Fahren zu unterbinden.

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