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(S)TÜRMisches

Einen Monat ist es jetzt her, das Fest der Liebe. Glücklich kann sich jeder schätzen, der nicht nur Geschenke, sondern auch wahre Liebe empfangen hat. Das ist im Leben einfach das allergrößte Geschenk und nicht zu toppen – nicht nur an Weihnachten! Falls Sie selbst mit dem Begriff hadern und auf der Suche nach Liebe sind, empfehle ich einen ganz besonderen Ort: Besuchen Sie ein Pflegeheim und erleben Sie, mit wie viel Herz und Aufmerksamkeit die Pfleger/innen ihre „Bewohner“ betreuen – mit wie viel Liebe. Ich habe jetzt am Jahresende erlebt, wie Menschen anderen Menschen, die körperlich gebrechlich und geistig krank sind, ihre Lebensfreude, auch wenn es nur für den Augenblick ist, zurückgeben. Und indem sie mit ihnen respektvoll umgehen, ihre Würde. Jeder Wunsch – und auch jede Marotte – wird ernst genommen, nicht nur vom Pflegepersonal, sondern auch von den vielen Angehörigen, die ihre Väter, Mütter und Partner liebevoll umsorgen. Sie geben ihnen Wärme und Geborgenheit und das Gefühl, dass sie trotz ihrer Gebrechen und ihrer Demenz von Herzen geliebt werden. An solchen Orten ist es nicht schlimm, wenn Worte keinen Sinn mehr ergeben und vieles außer Kontrolle gerät. Diese glücklichen Alten dürfen endlich, nach einem langen Leben, in dem die meisten viel geleistet haben, alles so machen wie sie können und wollen – und immer ist da jemand, der ihnen ein ehrliches Lächeln schenkt. Zeit spielt keine Rolle und das Gefühl der Entschleunigung überträgt sich auch auf die jungen und fitten Besucher, die mitten im Leben stehen und die sich nicht vorstellen können, auch einfach mal nichts zu tun.

Hier und an vielen Orten auf der Welt wird bedingungslose Liebe gelebt, die nicht mehr an die schöne Fassade eines Menschen und an seine Leistung geknüpft ist, sondern nur an das Menschsein, das eigentliche Wesen des Menschen in all seiner Schwäche und Zerbrechlichkeit.

Auch auf der Straße gibt es Liebe. In Person von Dr. Gerhard Trabert, der seit über 30 Jahren Kranken auf der ganzen Welt hilft und mit seinem „Arztmobil“ zu den Obdachlosen in Deutschland kommt. Als Obdachlosen- und Armen-Arzt besucht er seine Patienten auf der Straße, die nicht in der Lage sind, eine Praxis zu besuchen. „Wenn die Patienten nicht zu mir kommen können, komme ich zu ihnen“, das ist für ihn selbstverständlich. Er sei jedes Mal erstaunt, mit wie viel Liebe er auch an den unwirtlichsten Orten empfangen wird. Dabei ist er nicht nur um die körperliche Gesundheit der obdachlosen Menschen besorgt, die im Winter nicht selten an Erfrierungen sterben und im Sommer an Hitze und Sonnenstich, sondern auch um deren Würde.

Wenn Sie also das nächste Mal einen Obdachlosen mit Ihren Almosen „retten“, sparen Sie sich den üblen Satz: „Aber nicht für Schnaps ausgeben“, denn die wenigsten Menschen, die auf der Straße überleben müssen, sind Alkoholiker.

Geben Sie, was Sie haben, am besten mit einem Lächeln und hören Sie den Menschen zu, das wäre ein Akt der Menschlichkeit und Menschenliebe.

Aktuelle Meldungen der Polizeidirektion Hochtaunus

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