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Königsgucker

„Hamsterkäufe sind überflüssig, die Tierhandlungen dürfen ja weiterhin öffnen“ – gut, der war etwas flach, aber die andere Variante ist zu düster: „Hamsterkäufe sind gefährlich, Corona kommt doch vom Wildtiermarkt...“

Bevor der Königsgucker demnächst vielleicht nur noch in die Röhre gucken kann, hat er sich noch einmal im Supermarkt umgesehen, nach rund zwei Wochen bedenkenloser Gänge zum Kühlschrank war es einfach mal wieder Zeit – die Konserven wollen wir derzeit ja doch noch ein wenig auf der hohen Kante stehen lassen (das meint die Waage auch).

Nun gut, einmal zwischen den Regalen angekommen, wäre beinahe ein historisches Foto der letzten Packung Toilettenpapier entstanden, doch während des Auspackens der Minikamera aus der Jackentasche ist es dann irgendwie verschwunden. Desinfektionsmittel gab es aber noch, zwar nicht im Hygieneregal, aber bei den Sonderposten stand ein Karton irischer Whisky, der wirkt besonders gut gegen Erkrankungen im Hals...

In der Getränkeabteilung ein Blick ins Bierregal – „Corona“ ist auch ausverkauft oder gibt es da ein besonderes Exportverbot fürs mexikanische Pils? Nebendran aber das leckere Friesische im Sonderangebot, also der Stresstest für den Einkaufswagen – sechs Kisten hält er aus bei leichter Schlagseite. An der Kasse dann der peinliche Moment: „Naaa, Hamsterkäufe?“ fragt die Nachbarin in der Schlange süffisant. „Nee, Wochenendration.“ Selten so elegant aus der Affäre gezogen, noch einmal Glück gehabt. Und warum ist eigentlich der teure Bayrische Bräu ausverkauft? „Da gibt es doch zu jeder Flasche eine Rolle Klopapier“, johlt der Vordermann.

Gut, das reicht, ab auf den Parkplatz, einladen und weg. Und natürlich was vergessen, also zurück. Der Onkel im Pflegeheim darf keinen Besuch mehr empfangen, also bekommt er jetzt Care-Pakete. Zwei Tuben Haftcreme und eine Packung Gebissreiniger alleine im Wagen – und wieder die Frage: „Naaa, Hamsterkäufe?“, diesmal plus mitleidigem Blick. „Nee, der hat seine Zähne noch“ – zahlen und schnell raus, bevor der Groschen fällt.

Auf dem Heimweg schließlich eine beruhigende Erkenntnis im Gegenverkehr: So schlimm kann die Infektionslage doch nicht sein, der Bürgermeister fährt noch mit offenem Verdeck durch die Stadt!

Aktuelle Meldungen der Polizeidirektion Hochtaunus

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