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Königsgucker

Im September 2018 – also nun etwas über ein Jahr her – wurde unter Vermittlung von „Terra Incognita“ eine 12-Pfünder-Kanone auf der Festungsruine installiert. Der Königsgucker amüsierte sich damals zunächst über die Begründung, dass die gewaltige Waffe an Königstein als „Ort der Demokratiegeschichte“ erinnern solle (was jedoch durchaus zu erklären war), mehr aber noch über die Erklärung, weshalb das Geschütz in Richtung Falkenstein zeigt: „Der Bürgermeister wollte das so“, hieß es damals. Nun ja, das Gelächter legte sich und die Festungskanone, die an historisch korrekter Stelle an das tägliche Abfeuern der „Mittagskanone“ erinnert, integrierte sich in den lokalhistorischen Alltag.

In den Sommerferien dann Besuch von Bruder mit Neffen, da war natürlich auch ein Gang auf die Burg angesagt. Natürlich erfreute sich der 12-Pfünder besonderen Interesses und der Onkel Königsgucker vergaß auch nicht zu betonen, dass die Waffe voll funktionsfähig sei. Es folgten fachliche Diskussionen über den Umgang mit solch einem Gerät, dabei kam die Idee auf, doch erst einmal wie über „Kimme und Korn“ die grobe Richtung zu ermitteln.

Als Ergebnis des großen Anvisierens zeigte sich, dass die vorhergehenden Einweisungen in das Stadtbild von oben durchaus gefruchtet hatten: „Du, guck mal Onkel, die zielt ja genau auf Deinen Balkon!“ Eine hastige Überprüfung der Meldung aus dem Feuerleitstand bestätigte deren Korrektheit – aber zum Glück ist Krieg ja (nach Carl von Clausewitz) nur die „Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“. Also: Herr Bürgermeister, wir müssen reden ...

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